16.11.11
Bad Schwartau - Für Thomas Rupp konnten gar nicht genug Mitarbeiter des Agnes Karl Krankenhauses bei der gestrigen Preisverleihung dabei sein. Der Geschäftsführer der Bad Schwartauer Helios Klinik holte immer mehr Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte und Verwaltungsmitarbeiter vor das Krankenhaus Am Hochkamp 21. „Wir haben diesen Preis ja auch gemeinsam gewonnen“ ‚war seine schlichte Erklärung.
Der Preis, über den sich Rupp so freute, ist der Krankenhaus-Award „Klinikus“ ‚ der dieses Jahr bereits zum zweiten Mal nach 2009 von der Techniker Krankenkasse (TK) verliehen wird. Insgesamt 12 000 Patienten in ganz
Schleswig-Holstein wurden dafür angeschrieben, 6700 von ihnen beantworteten den zugesendeten Fragebogen und lieferten dadurch repräsentative Ergebnisse für 35 Krankenhäuser. „Mindestens 60 beantwortete Fragebögen sind nötig, damit ein Krankenhaus überhaupt berücksichtigt wird“, erklärte Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein, der extra für die Übergabe der Auszeichnung aus Kiel angereist war.
Diese „Aufwartung“, wie er sie nannte, freute Thomas Rupp besonders: „Daran, dass sie die Trophäe nicht einfach geschickt haben, sieht man, wie ernst Ihnen dieser Preis ist.“ Genauso ernst muss den Mitarbeitern des Agnes Karl Krankenhauses auch das Rundum-Paket für ihre Patienten sein. Denn für den „Klinikus“ wurden nicht nur die Zufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis, der medizinisch-pflegerischen Versorgung und der Organisation und Unterbringung abgefragt, die Patienten bewerteten in den Kategorien „Allgemeine Zufriedenheit“ und „Information und Kommunikation“ auch den zwischenmenschlichen Umgang in den Krankenhäusern.
„In diesen beiden Bereichen hat das Agnes Karl Krankenhaus auch sehr gute Werte erreicht“, sagte Brunkhorst. „Die Patienten fühlten sich stets gut informiert von den Ärzten und hatten den Eindruck, dass diese immer Zeit für sie hatten.“ Weitere positive Bewertungen erhielten die medizinische Leistung der Ärzte, die geringen Wartezeiten in der Bad Schwartauer Helios Klinik und die Organisation der Patientenaufnahme.
„Und das nicht nur landesweit“, TK-Landesgeschäftsführer im bundesweiten Vergleich, kann sich das Krankenhaus sehen lassen. Im Vergleich mit 996 Kliniken in ganz Deutschland - dafür wurden 223 000 Fragebögen
ausgewertet-erreichte das Agnes Karll Krankenhaus Platz 42. Doch Rupp sieht trotz der Auszeichnung und der guten Platzierung noch Potential nach oben. „Als die Fragebögen verschickt wurden, gab es unseren Anbau ja noch gar
nicht", sagte er nicht ganz ernst. "Für die nächste Befragung sind wir gewappnet.“ Die findet 2012 statt.