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06.02.12

Gefäßdarstellung mit Kohlendioxid

  • Neues, nebenwirkungsarmes Verfahren bei vorgeschädigten Nieren
  • HELIOS Klinikum Bad Saarow erläutert CO2-Angiographie bei einer Veranstaltung für niedergelassene Ärzte am 8. Februar 2012

In der Klinik für Gefäßmedizin des HELIOS Klinikums Bad Saarow wird seit kurzem ein neues Verfahren zur Darstellung und Therapie von Gefäßveränderungen angewendet. Die sogenannte Angiographie ist eine Untersuchung, bei der Veränderungen der Blutgefäße durch Gabe von Kontrastmitteln sichtbar gemacht werden. Bei der CO2-Angiographie wird bei vorgeschädigten Nieren zur Vermeidung von Nebenwirkungen statt jodhaltigem Kontrastmittel Kohlendioxid verwendet.

 

Das  jodhaltige Kontrastmittel wird bei gesunden Patienten über die Nieren wieder ausgeschieden. Eine gesunde Niere verkraftet die Kontrastmittelgabe fast immer gut. Bei einem vorgeschädigtem Organ, beispielsweise bei einer chronischen Nierenerkrankung, ist jedoch eine Schädigung bis hin zum akuten Nierenversagen und der folgenden künstlichen Blutwäsche (Dialyse) in bis zu 25 Prozent  der Fälle möglich.

 

Auch bei Patienten mit Herzerkrankungen, Zuckerkrankheit oder Gicht kann die Niere bereits geschädigt sein.  „Die Bestimmung von Laborwerten, die die Nierenfunktion zeigen,  ist vor einer Untersuchung am Gefäßsystem zwingend notwendig“, betont Ärztlicher Leiter und Chefarzt Dr. med. Andreas Gussmann, Klinik für Gefäßmedizin im HELIOS Klinikum Bad Saarow. „Die Angiographie kann, was viele nicht wissen, mit Kohlendioxid, einem Bestandteil der Luft,  ebenfalls zur Gefäßdarstellung genutzt werden“, so Dr. med. Andreas Gussmann weiter.

 „Die Wirkung ist denkbar einfach. Das Gas wird in den Blutkreislauf gepumpt ist zunächst im Röntgen sichtbar und löst sich dann schnell in seine Bestandteile auf.  Nachfolgend wird es einfach  „abgeatmet“. Allergische Reaktionen wie bei einem jodhaltigem Kontrastmittel treten nicht auf. Auch Schilddrüsenerkrankungen stellen kein Hindernis für eine Gefäßdarstellung mit Kohlendioxid dar“, erläutert der Chefarzt.

 

Im HELIOS Klinikum Bad Saarow wird auch das Einbringen einer Gefäßstütze (Stent) bei Bauchaortenaussackungen, den sogenannten Aneurysmen, mit Hilfe von Kohlendioxid durchgeführt. Eingeweideschlagadern sowie Becken-Beingefäße sind Ziel der Diagnostik und Therapie. Auch bei Zugängen zur Dialyse  kann die CO2-Angiographie den Gefäßstatus klären.

 

Alle niedergelassenen Kollegen, die mehr über die Methode der CO2- Angiographie erfahren möchten, sind am Mittwoch, 8. Februar 2012 um 17 Uhr herzlich in das HELIOS Klinikum Bad Saarow eingeladen. Experten verschiedener Fachrichtungen erläutern und diskutieren im Konferenzraum „Theodor Fontane“ die neue Methode.

 

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 65 eigene Kliniken, darunter 45 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit sechs Maximalversorgern in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 30 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin. HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 700.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 20.000 Betten und beschäftigt über 37.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. 

 

Pressekontakt:

Viola Rehpenning

Referentin PR/Marketing

HELIOS Klinikum Bad Saarow

Pieskower Straße 33

15526 Bad SaarowTelefon: (033631) 7-24 40