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07.02.12

„Bluthochdruck – die unerkannte Gefahr und ihre Folgen“

Abb.1: Dr. med. Wolf V. Dörffel Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II – Kardiologie, Pneumologie und Schlafmedizin
Abb. 2: Verödung der Nerven (weiß) durch einen Katheter (blau) in der Nierenarterie

  • Wer an Bluthochdruck erkrankt, spürt anfangs kaum Symptome. Die Auswirkungen der Hypertonie – so der Fachbegriff – können jedoch beträchtlich sein: Unter anderem steigt das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Mit der sogenannten " renalen Denervation" gibt es nun eine Therapie für Patienten, deren Blutdruck nicht mehr allein mit Medikamenten zu behandeln ist.
  • HELIOS Klinikum Bad Saarow lädt am 19. Februar 2012, 10 Uhr zur Sonntagsvorlesung zum Thema: „Bluthochdruck“ ein.

Über das neue Behandlungsverfahren bei Bluthochdruck, der sogenannten "renalen Denervation" informieren Chefarzt Dr. med. Wolf V. Dörffel und Oberarzt Dr. med. Kai Eggers, Klinik für Innere Medizin II – Kardiologie, Pneumologie und Schlafmedizin, in der nächsten Sonntagsvorlesung am 19. Februar 2012 um 10 Uhr.

 

„Für unsere Patienten, deren Blutdruck nicht mehr allein mit Medikamenten zu behandeln ist, gibt es mit dieser neuen Behandlungsmethode wieder Hoffnung“ sagt Chefarzt Dr. Dörffel. Mit einem kathetergestützten Eingriff wird ein Teil der Nervenbahnen, die zur Niere führen, unterbrochen, um den Einfluss von Stresshormonen auf die Blutdruckregulation der Nieren zu senken. Denn: Bei Bluthochdruckpatienten erhalten die Nieren über das vegetative Nervensystem fälschlicherweise die Information, dass sich der Organismus in erhöhter Alarmbereitschaft befindet. Die Nieren reagieren darauf u.a. mit der Bildung eines blutdrucksteigernden Hormons. Wird der über die Nervenbahnen vermittelte Reiz verringert, reduziert sich auch die Ausschüttung dieses Hormons und der Blutdruck sinkt.

 

Die Bad Saarower Kardiologen und Radiologen haben mit der neuen Methode bereits mehrere Patienten erfolgreich behandelt. "Mit einem Katheter gelangen wir von der Leiste aus über das arterielle Gefäßsystem bis zur Nierenschlagader", erklärt Oberarzt Dr. Eggers. An der Gefäßwand der Nierenarterie wird über die Spitze des 1,3 Millimeter dünnen Katheters ganz gezielt ein Hochfrequenzstrom abgegeben, der dafür sorgt, dass ein Teil der Nervenbahnen, die in der äußeren Gefäßschicht verlaufen, verödet werden.

 

 

STICHWORT: Bluthochdruck

Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine weit verbreitete Erkrankung. Rund 35 Millionen Menschen sind in Deutschland von Bluthochdruck betroffen. Von einer Hypertonie spricht man, wenn der Blutdruck über 140/90 mmHg liegt. Dann sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Die Symptome von Bluthochdruck sind anfänglich kaum spürbar. Hin und wieder ein Schwindelgefühl, Kopfschmerz oder Nervosität können erste Anzeichen sein.


Die Sonntagsvorlesung findet im Konferenzraum „Theodor Fontane“ statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Im Anschluss an den Vortrag können alle Interessierten die neue Behandlungsmethode im Herzkatheterlabor des Klinikums besichtigen und im persönlichen Gespräch individuelle Fragen klären.

 

 

 

 

 

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 65 eigene Kliniken, darunter 45 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit sechs Maximalversorgern in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 30 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
 

HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 700.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 20.000 Betten und beschäftigt über 37.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. 

 

Pressekontakt:

Anja Paar

Referentin PR/Marketing

HELIOS Klinikum Bad Saarow

Pieskower Straße 33

15526 Bad Saarow

Telefon: (033631) 7-24 40