HELIOS Klinikum Bad Saarow

Neuroradiologie – Katheter können Leben retten

Evelyn Pehle (links) und Neuroradiologin Dr. med. Hildegard Gräfe sind mit dem Ergebnis der Angiographiekontrolle zufrieden. Auf dem linken Bildschirmbild ist das Aneurysma nicht mehr zu sehen (Fotocredit: HELIOS Klinikum Bad Saarow)

Mit der Etablierung des Fachgebietes Neuroradiologie vor zwei Jahren ist im HELIOS Klinikum Bad Saarow eine umfassende und hochspezialisierte Versorgung von akuten Hirngefäßerkrankungen – wie Aneurysmablutung und Schlaganfall – erreicht worden. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der Neurologen, Neuroradiologen, Gefäßchirurgen, Kardiologen und Neurochirurgen ermöglicht rund um die Uhr eine optimale Versorgung dieser lebensbedrohlichen  Erkrankungen.

 

„Ich hatte das Gefühl, eine tickende Zeitbombe im Kopf zu haben…", erinnert sich Evelyn Pehle aus Ziltendorf. Bei einer MRT-Untersuchung stellen Ärzte bei ihr ein Hirngefäßaneurysma fest. Diese Diagnose verändert das Leben der Erzieherin schlagartig und versetzt sie in starke Beunruhigung. Dank einer innovativen Angiographie-Technik konnte bei der 57-Jährigen ein großes Hirngefäßaneurysma in der Abteilung für Neuroradiologie im HELIOS Klinikum Bad Saarow erfolgreich behandelt werden.

 

Die Leitende Ärztin der Neuroradiologie, Dr. med. Hildegard Gräfe, zum Eingriff: „Gehirngefäßaneurysmen sind an sich mittels eines Kathetereingriffs gut behandelbar und werden zumeist mit Platinspiralen (Coils) versorgt, die sich flexibel an verschiedenste Formen anpassen können. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie bei Frau Pehle. Ihr Hirngefäßaneurysma hatte eine besondere Anatomie“, berichtet die Neuroradiologin. „Aufgrund des breiten Halses der Gefäßaussackung haben wir dort ein sich selbstentfaltendes Körbchen aus feinstem Draht mit einer Nickel-Titan-Legierung – ein sogenanntes „Web device“ – eingesetzt“, erläutert die Spezialistin. Diese innovative Technik ist insbesondere für breithalsige Aneurysmen geeignet. Das Körbchen verschließt das Aneurysma stabil und schaltet es von der Durchblutung aus. Durch die Bildung eines Blutpfropfens (Thrombus) wird ein weiterer Bluteinstrom in die Gefäßaussackung und somit ein möglicher Schlaganfall bzw. ein Riss verhindert.

Eine Angiographiekontrolle bestätigt den Erfolg der Operation. „Mir fiel ein großer Stein vom Herzen“, sagt Evelyne Pehle.

 

Die interventionelle Neuroradiologie ist ein radiologisches Fachgebiet, bei dem mit Hilfe dünner Katheter krankhafte Gefäßveränderungen des Zentralen Nervensystems diagnostiziert und behandelt werden. So werden auch bei der Therapie akuter Hirngefäßerkrankungen – wie beim Schlaganfall und Hirngefäßaneurysma – verstärkt neuroradiologische Verfahren eingesetzt.

 

Dr. med. Hildegard Gräfe leitet seit 2015 im HELIOS Klinikum Bad Saarow die Neuroradiologie. Die Jahre zuvor war die Spezialistin im HELIOS Klinikum Berlin-Buch tätig.

 

 

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