HELIOS St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen

Leistungsspektrum

Das Gesamtspektrum gliedert sich in den folgende Schwerpunkte auf, neben diesen Hauptarbeitsbereichen gibt es eine Vielzahl von Operationen, die hier nicht einzeln aufgelistet werden.

 

Eine große Zahl der genannten Operationen lassen sich im St. Elisabeth-Krankenhaus minimal-invasiv, also schonend mittels weniger kleiner Schnitte, behandeln. Einige Operationen können auch mittels der sogenannten SILS-Technik durchgeführt werden, bei der nur ein einziger Schnitt im Bereich des Bauchnabels benötigt wird. Diese Techniken sind jedoch nicht bei jedem Patienten geeignet. Gerade bei Notfällen muss aus Sicherheitsgründen meist auf die konventionelle Methode zurückgegriffen werden. Das geeignete Verfahren wird im Einzelfall mit jedem Patienten ermittelt und besprochen.

Schilddrüsenchirurgie:

Knotige Veränderungen der Schilddrüse sind in unserer Region häufig und bedürfen bei Beschwerden durch Größenzunahme und Überfunktion aber auch bei Verdacht auf bösartige Entartung der operativen Entfernung. Die gefürchtete nachoperative Lähmung der Stimmbänder ist zur Seltenheit geworden, da wir die Nervenfunktion durch Ableitung intraoperativ verfolgen und kontrollieren (Neuro-Monitoring). Die Patienten werden in der Regel am Operationstag stationär aufgenommen und können die Klinik nach 3 Tagen wieder verlassen.

Magen-Darmchirurgie:

Durch entsprechende Technik (moderne Klammernahtgeräte) und aufgrund der großen Erfahrung der Abteilung muss ein dauerhafter künstlicher Ausgang nur sehr selten angelegt werden. Eine evtl. erforderliche Vor- oder Nachbehandlung erfolgt in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten. Die Behandlungsergebnisse werden über eine externe Qualitätskontrolle verfolgt.
Die minimal-invasive Chirurgie setzt sich auch bei entzündlichen Erkrankungen des Dünn- und Dickdarmes durch, doch ist nicht jeder Patient geeignet (Übergewicht, viele Voroperationen). Gallenblasenchirurgie:

95% der Patienten mit Gallensteinleiden können schonend, d.h. minimal-invasiv operiert werden. Diese Technik wird bereits seit 1997 am St. Elisabeth-Krankenhaus praktiziert. Die stationäre Verweildauer beträgt 3-4 Tage. Nur bei akuter und schwerer Gallenblasenentzündung muss die Gallenblase konventionell über den bewährten Rippenrandschnitt entfernt werden.

Tumorchirurgie:

Wir behandeln sowohl gut- als auch bösartige Tumoren der oben genannten Organe. Nicht alle, aber sehr viele Tumoren sind bösartig (maligne), die meisten davon Karzinome (im Volksmund „Krebs“). Neben den vor Ort entstandenen Tumoren (sog. Primärtumoren) operieren wir auch Tochtergeschwülste (Metastasen), z.B. in der Leber.

Außerdem führen wir bei schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) die weite Ausschneidung durch, einschließlich der Entfernung des sog. Wächterlymphknotens (sentinel lymph node), den wir hier vor der Operation sowohl markieren als auch während der OP mit einer speziellen Sonde orten können. Der Knoten wird dann innerhalb einer ½ Stunde feingeweblich untersucht. Sollte er mit Tumorzellen befallen sein,  führen wir eine komplette Entfernung aller Lymphknoten (sog. Lymphknotendissektion) der betroffenen Körperregion während derselben Operation durch.

Leisten- und Bauchwandbrüche:

Im Jahr werden in unserer Abteilung etwa 200 Hernienoperationen durchgeführt. Bei der Versorgungstechnik hat sich ein spezielles, leitliniengestütztes System bewährt: die Verstärkung der Bauchdecke durch ein verträgliches Kunststoffnetz. Diese Technik hat wesentlich zur Reduktion der Wiederholungsoperationen beigetragen.
Minimal-invasive Verfahren (Schlüssellochtechnik) werden bei beidseitigem Leistenbruch und bei Rückfall nach einem konventionellen Verfahren (Lichtenstein, Shouldice) angewendet. Bei großen Narbenhernien zeigt die minimal-invasive Technik sehr gute Ergebnisse, so dass wir in den meisten Fällen den Hautschnitt vermeiden und ein großes Kunststoffnetz von innen an die Bauchdecke heften, um so den Bruch sicher zu verschließen. Das Wiederauftreten der Bauchwandbrüche konnte mit den modernen Techniken von 40 % auf etwa 5 % reduziert werden.

Enddarmerkrankungen (Proktologie):

Schmerzhafte und lästige Erkrankungen des Enddarmes, wie Hämorrhoiden, Fisteln, Abszesse und Schleimhauteinrisse sind häufig. In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten wird die Notwendigkeit einer operativen Behandlung in unserer praestationären Sprechstunde besprochen. Erfahrene Fachärzte nehmen den Eingriff vor und überwachen mit Kollegen aus den Praxen die Nachsorge. Die in unserem Haus etablierte Kernspintomographie (MRT) und die Endosonographie (Ultraschalluntersuchung des Enddarms) sichern einen hohen diagnostischen Standard, insbesondere bei Fistelerkrankungen.

Schrittmacherchirurgie

In Zusammenarbeit mit der kardiologischen Abteilung implantieren wir Herzschrittmacher, Defibrillatoren und sogenannte Eventrecorder.

Operationen am Gallenblasensystem und Blinddarmentfernungen

Diese Eingriffe werden nahezu ausschließlich minimal-invasiv durchgeführt und bieten häufig die Möglichkeit, die SILS-Technik anzuwenden.

Wundbehandlung:

Entzündliche Erkrankung der Haut bei Durchblutungs- und Stoffwechselstörungen werden durch unser Wundteam behandelt. Es setzt sich zusammen aus speziell geschulten Krankenschwestern und erfahrenen Chirurgen. Nach Rücksprache mit dem Hausarzt werden die Patienten stationär aufgenommen und mit Hilfe moderner Techniken und Verbandsmaterialien behandelt. Ein enger Kontakt mit der Herz- und Gefäßklinik in Bad Neustadt sichert die hohe Behandlungsqualität bei Gefäßverschlüssen, die vielfach verantwortlich sind für die schwere Hautinfektion, insbesondere an den Beinen.

Was umfasst die Behandlung neben der Operation?

Die Behandlung umfasst nicht nur die Operation (das „Herausschneiden“) der Tumoren, sondern auch die Vor- und Nachbehandlung einschließlich spezieller Voruntersuchungen (z.B. Magen-/ Darmspiegelung, Ultraschall, Computertomographie, Röntgenuntersuchung).

In Abhängigkeit von Tumorart, Tumorsitz und Tumorgröße kann eine Vorbehandlung durch Bestrahlung und Chemotherapie sinnvoll sein. Ziel dieser sog. neoadjuvanten Radio- und / oder Chemotherapie ist es, den Tumor zumindest etwas zu verkleinern, so dass er dann bei der Operation mit ausreichendem Sicherheitsabstand entfernt werden kann. Die vollständige Entfernung des Tumors mit Sicherheitsabstand (sog. R0-Resektion) ist die (beste) Voraussetzung für eine Heilung.



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