Abteilung 1 und 2
Kliniken nutzen das Zusammenleben der Patienten in unterschiedlicher Weise zu therapeutischen Zwecken. Die Grönenbacher Klinik, die ihre Wurzeln im Herrenalber Modell hat (Geschichte der Klinik), hat ein ausgefeiltes Konzept der Therapeutischen Gemeinschaft entwickelt, das gegenseitiges Lernen, soziale Verantwortung und spirituelles Wachstum fördert. Die Therapeutische Gemeinschaft dient neben der Selbstorganisation des Alltagslebens als ein Lern- und Übungsfeld, um in einem geschützten Rahmen Neues wagen zu können und über emotionale Neuerfahrungen emotionale Muster sowie Verhaltens- und Denkmuster zu verändern. Damit das möglich ist, soll das Zusammenleben in der Gemeinschaft die dafür notwendige sichere und zur Veränderung ermutigende Atmosphäre schaffen. Dazu gehört der Austausch unter Betroffenen über gefundene Lösungswege sowie auf den anderen zu reagieren, seine eigenen Wahrnehmungen und emotionalen Reaktionen auf dessen Verhalten ernst zu nehmen und dem anderen mitzuteilen und sich so gegenseitig im Genesungsprozess zu unterstützen. Dies ist damit gemeint, wenn wir in unserem Leitmotiv davon sprechen, uns im Spiegel unseres Nächsten zu finden. Wesentlich für das therapeutisch sinnvolle Zusammenleben sind klare Strukturen und verbindliche Absprachen, die in der Hausordnung und in individuellen Therapieverträgen festgelegt sind. Hierzu zählt u.a. die Abstinenz von Suchtmitteln, die Verantwortung für das eigene Verhalten, die Ansprechbarkeit auf mögliches Fehlverhalten und die Einhaltung von Therapieverträgen. Die Therapeutische Gemeinschaft trifft sich je nach Abteilung 3 bis 5 mal die Woche zu so genannten Komitees und zu einer Vollversammlung.
Abteilung 3
Das Zusammenleben der Patienten untereinander (und begleitet durch das therapeutische Team) findet in einer Form statt, die wir "Therapeutische Gemeinschaft“ nennen. Die Therapeutische Gemeinschaft dient als ein Lern- und Übungsfeld, um in einem geschützten Rahmen Neues wagen zu können und über emotionale Neuerfahrungen emotionale Muster sowie Verhaltens- und Denkmuster zu verändern. Damit das möglich ist, soll das Zusammenleben in der Gemeinschaft die dafür notwendige sichere und zur Veränderung ermutigende Atmosphäre schaffen. Dazu gehört, auf den anderen zu reagieren, seine eigenen Wahrnehmungen und emotionalen Reaktionen auf dessen Verhalten ernstzunehmen und dem anderen mitzuteilen und sich so gegenseitig im Genesungsprozess zu unterstützen. Dies ist damit gemeint, wenn wir in unserem Leitmotiv davon sprechen, uns im Spiegel unseres Nächsten zu finden. Die Therapeutische Gemeinschaft trifft sich offiziell mehrmals die Woche zu so genannten Komitees und zu einer Vollversammlung.