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Patientencharakteristika

Auf der Basis des ab 1992 implementierten Qualitätssicherungssystems konnten für alle n=8209 behandelten Patienten von 1993 – 2003 die folgenden Charakteristika bestimmt werden:

  • 73,9% Frauen, 26,1% Männer
  • Durchschnittliches Alter: 36,3 Jahre (68% waren zwischen 26 und 46 Jahre alt; Minimum: 17 Jahre, Maximum: 80 Jahre)
  • Familienstand: 57,6% ledig; 22,5% verheiratet; 19% getrennt lebend oder geschieden; 0,8% verwitwet
  • Aktuelle Partnersituation: 14,9% kurzfristig kein Partner, 27,9% langfristig kein Partner; 10% wechselnde Beziehungen; 24,4% Ehepartner; 22,8% fester Lebenspartner
  • Schulabschluss: 51,4% Abitur; 26,4% Realschule; 14,4% Hauptschule; 6% noch in Schulausbildung; 1,8% andere Abschlüsse
  • Berufsabschluss: 12,2% noch in Ausbildung; 45,9% abgeschlossene Lehre; 1,6% Meister; 27,2% Hochschulabschluss; 10,4 ohne Abschluss; 2,8% sonstiger Abschluss
  • Art der Berufstätigkeit: 60,9% teil- oder vollzeitig berufstätig; 5,2% Hausfrauen; 8,2% in Ausbildung; 12,9% arbeitslos; 12,8% anderes
  • Kostenträger: 47,7% BfA; 7,4% LVA; 10% RVO-Kassen (z.B. AOK); 16,6% Ersatzkassen; 16,3% Privatkassen/Selbstzahler; 2% andere Kostenträge

 

Merkmale für die Schwere der Beeinträchtigung

  • Aktuell arbeitsunfähig: 52,6%; arbeitsfähig: 47,4%
  • Arbeitsunfähig im letzten Jahr: 22,7% nie; 26,7% ein Monat; 13,5% zwei Monate; 21,8% drei bis sechs Monate; 15,3% mehr als sechs Monate
  • Ein Verfahren zur vorzeitigen Berentung läuft bei 1,8% der Patienten
  • Vorausgehende Aufenthalte in einer Psychosomatischen Klinik: 65,1% noch nie; 23% ein mal; 12% mehr als ein mal
  • Vorausgehende Aufenthalte in einer Psychiatrie: 79,3% noch nie; 12,1% einmal; 8,6% mehr als einmal
  • Bisherige Stunden beim ambulanten Psychotherapeuten: 10% noch nie; 28,3% bis zu 25 Std.; 47,3% 26-160 Std.; 8,4% mehr als 160 Std.
  • Unmittelbar vor Aufnahme befanden sich 59,8% der Patienten in ambulanter Psychotherapie
  • Mittlere Dauer der Hauptdiagnose in Jahren: 10,9; 68% leiden zwischen 2,7 und 19,1 Jahren an der Hauptdiagnose
  • Die mittlere Diagnosenzahl beträgt 3,4; 68% der Patienten erhalten zwischen 1,7 und 5,1 Diagnosen

 

Die meisten Patienten kamen aus den regionalen Bundesländern wie Bayern (31,1%) und Baden-Württemberg (24,9%), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (13,3%). Etwa jeweils fünf Prozent wohnten in Hessen, Niedersachsen, Berlin und Rheinland-Pfalz. Nur zwei Prozent der Patienten kamen aus den neuen Bundesländern.