Die Kunsttherapie fördert den bildhaften Ausdruck des seelischen Geschehens und hat an sich heilende Wirkung. In der Maltherapie oder der Arbeit mit Ton werden Muster des Wahrnehmens, Denkens, Vorstellens, Fühlens und Handelns erkennbar.
Aus neuen, lebendigen Erfahrungen mit dem ”Beziehungspartner Bild” (oder Skulptur) wird die Erweiterung des Selbstbildes, aber auch die Wandlung persönlicher Strategien möglich. Zum einen lockt das Medium zum ”Spiel”, zum anderen bietet es Raum zum ”Probehandeln”. Eigene Gefühle und emotionale Wahrnehmungen klären sich und verlieren ihre Bedrohlichkeit in dem Maße, in welchem Erfahrungen von Sich-Hingeben, Loslassen, Klären, Risiken eingehen, Weiterentwicklung und Veränderung am Bild gemacht werden.
Kunsttherapie öffnet den Raum, die eigene Handlungsfähigkeit exemplarisch zu üben und alltägliche Verhaltensmuster zu variieren.