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Die stationäre Behandlung

Patienten mit somatoformen Störungen finden oft nur erschwert Zugang zur Psychotherapie. Neben einem mangelnden psychosomatischen Krankheitsverständnis spielen bei den meisten dieser Patienten auch ausgeprägte Sicherheitsbedürfnisse eine Rolle. Psychotherapie ist für sie fremd und insofern mit vielen Unwägbarkeiten verbunden. Dies konkretisiert sich dann häufig an der – bezogen auf ihre bisherigen Behandlungserfahrungen – vergleichsweise langen Therapiedauer. Auch an der für viele unklaren Abgrenzung zwischen psychisch bedingten und "eingebildeten“ Schmerzen macht sich der Widerstand gegen eine psychotherapeutische Behandlung oft fest. Hinzu kommen noch biografische Erfahrungen, welche schon früh in der Kindheit und nicht zuletzt auch durch deren Wiederholung in der Arzt-Patient-Beziehung zu Misstrauen und Angst vor Enttäuschungen führen.

 

All dem wird in unserem Behandlungskonzept Rechnung getragen. Ausgehend von einem Störungsmodell, welches grundlegende Probleme in der Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen mit eingeschränkter Fähigkeit Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken annimmt, arbeiten wir schwerpunktmäßig in Gruppen. Im Rahmen der stationären Behandlung unterstützt die therapeutische Gemeinschaft den Motivations- und Vertrauensbildungsprozess der einzelnen Gruppenteilnehmer und fördert den Zusammenhalt der Gruppe.