Aufgrund der Ausprägung und Chronifizierung einer diagnostizierten Essstörung ist die stationäre psychotherapeutische Behandlung oft erforderlich, weil bereits erhebliche körperliche Komplikationen (Unter- bzw. Übergewicht, Mangelzustände, drohende Organschäden) vorliegen. Angesichts der Anforderungen und Ablenkungen im häuslichen und beruflichen Umfeld, kann es außerdem schwierig sein, sich die Problematik der eigenen Situation zuzugestehen und Zusammenhänge zwischen Beziehungsgestaltung, innerem Erleben und Essverhalten zu erkennen. Oftmals ist eine Veränderung der kranken Essgewohnheiten und der Aufbau einer geregelten Essens-Struktur nicht möglich, ohne vorübergehend das Alltagsumfeld zu verlassen. Noch dazu besteht für viele Betroffene während eines Klinikaufenthalts erstmals die Gelegenheit, andere Essgestörte kennen zu lernen und somit in ausreichend sicherer Umgebung die Heimlichkeit der eigenen Erkrankung aufzugeben. Die stationäre Behandlungsdauer beträgt in der Regel 6 bis 8 Wochen.
Wir behandeln in unserer Klinik die folgenden Arten von psychogenen Essstörungen: