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Ergebnisqualität

Die Qualität der durchgeführten Rehabilitation ständig weiter zu entwickeln, ohne das Kosten-Nutzen-Verhältnis aus den Augen zu verlieren, ist eine Anforderung, der sich die Wittgensteiner Kliniken gemeinsam mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Leistungsträgern stellt. Jede Einrichtung der Unternehmensgruppe nimmt an mindestens einem Forschungsprojekt teil. 1998 wurden auf Initiative und mit Unterstützung der Wittgensteiner Kliniken an der Universität Witten-Herdecke zwei Lehrstühle eingerichtet. Die HELIOS Klinik Am Stiftsberg in Bad Grönenbach nimmt an folgenden Projekten:

 

Patientenfragebogen
Zur Evaluierung des Rehabilitationserfolges erfolgt im Indikationsbereich "chronischer Tinnitus" eine Bewertung nach dem Tinnitus-Fragebogen-Score von Goebel und Hiller (1991) bei Anmeldung der Patienten, bei Aufnahme und am Ende der Maßnahme. Eine Wiederholung ein Jahr nach Rehabilitation wird angestrebt. Für den Bereich "Rehabilitation für Cochlear-Implant-Träger" besteht eine wissenschaftliche Zusammenarbeit zur Bewertung der Ergebnisse der Nachsorge mit der HNO-Universitätsklinik Freiburg (Direktor: Prof. Dr. Laszig) sowie der HNO-Klinik der Landeskliniken Salzburg (Primarius: Prof. Dr. Albegger).

 

Die Zufriedenheit unserer Patienten wird intern über Fragebögen erfasst. Kritikpunkte werden im Team mit der Zielsetzung thematisiert, Verbesserungspotenziale zu erkennen und zu nutzen.

 

Fallpauschalen
In einem Modellprojekt mit der AOK Bayern sowie der BARMER Ersatzkasse wird seit 2001 die Vergütung der Rehabilitationsleistung über Fallpauschalen für definierte Reha-Behandlungsgruppen durchgeführt (Kardiologie, Gastroenterologie, Orthopädie). Auch dieses Projekt wird hinsichtlich der ökonomischen Aspekte und hinsichtlich der Ergebnisqualität wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die Ergebnisse werden mit den gleichen Instrumentarien wie bei der PROTOS-Studie evaluiert und regelmäßig veröffentlicht. Die Auswertung ergab bisher, dass die Einführung der Fallpauschalen die Aufenthaltsdauer gering verkürzte, die Ergebnisqualität aber trotz Einführung von Fallpauschalen konstant gut blieb.

 

Barthel-Index
Der standardisierte Einsatz des Barthel-Index zur Erfassung von Defiziten in der Selbsthilfefähigkeit der Patienten wird für die AHB-Patienten im Bereich der Kardiologie und Orthopädie in der Klinik regelmäßig eingesetzt und dient damit zur Dokumentation der Ergebnisqualität.

 

Patientenfragebogen
Die Zufriedenheit unserer Patienten mit dem Aufenthalt in der Klinik wird routinemßiig intern über standardisierte Fragebögen erfasst. Quartalsweise Auswertungen machen Stärken und Schwächen sichtbar und dienen der weiteren Verbesserung unseres Leistungsangebotes.

 

Klinikinterne und externe Weiterbildungsmöglichkeiten
Besonderer Wert wird auf die Qualifikation und die Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt. Weiterbildungswünsche werden gefördert und in bestimmten Fällen finanziell und zeitlich unterstützt. Ein Fortbildungsteam aus dem medizinischen und betriebswirtschaftlichen Bereich der Klinik und der Betriebsrat sind für die finanzielle Zuteilung und Genehmigung von Weiterbildungsanträgen zuständig. Regelmäßige abteilungsinterne Fortbildungen (Falldemonstrationen, aktuelle Literatur) dienen der Weiterbildung des Einzelnen und fördern die Zusammenarbeit im Team. Besonders wichtig ist die turnusmäßige Auffrischung von Kenntnissen in der Reanimation, wobei die Teilnahme für das Pflege- und ärztliche Personal verpflichtend ist.

 

Fortbildungen
In regelmäßigen Abständen organisieren die einzelnen Fachabteilungen Fortbildungen für Patienten, Angehörige, Therapeuten und Ärzte zu den unterschiedlichsten Themen. Hierbei werden häufig auch externe Referenten eingeladen.

 

Klinikintern finden für alle Mitarbeiter, bezogen auf medizinische Krankheitsgruppen, Fortbildungsveranstaltungen statt. Dabei werden diagnostische und therapeutische Fragestellungen sowie der jeweilige Stellenwert der Rehabilitation erörtert. Zudem finden regelmäßige patientenbezogene Fallbesprechungen im gesamten Team statt. Weiterhin nimmt jeder Mitarbeiter regelmäßig und arbeitsrechtlich verbindlich an einem Kursus zum Erlernen der Deutschen Gebärdensprache DGS bzw. Lautsprach-begleitender Gebärden LBG teil.