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Konzept Morbus Menière

Die Konzeption einer speziellen Rehabilitation für Morbus Menière-Patienten wurde in Zusammenarbeit mit Frau von dem Bussche, der Vorsitzenden der Selbsthilfe-Organisation KIMM (Kontakte und Informationen zu Morbus Menière e.V.), entwickelt.1861 wird von dem französischen Arzt Prosper Menière (1799-1862) über eine junge schwerhörige Frau mit den zusätzlichen Symptomen Schwindel und Ohrgeräusch berichtet. Erst fünf Jahre nach Menières Tod (1867) verwendet Adam Politzer erstmals den Begriff "Menièresche Krankheit" in einer Veröffentlichung. Seither wird unter dem Krankheitsbild ein plötzlich einsetzender Drehschwindel mit Schwerhörigkeit und Tinnitus verstanden, diese Symptome werden auch als "Menièresche Trias" bezeichnet. Häufig kommen Beschwerden wie Ohrdruck, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerz oder schon vor Beginn des Anfalls schwankendes Hörvermögen hinzu. Auch gibt es Patienten, bei denen die Schwindelattacken zeitlich deutlich früher auftreten als der Tinnitus oder die Entwicklung der Schwerhörigkeit oder umgekehrt. Berühmte Persönlichkeiten, die unter einem Morbus Menière gelitten haben sollen, waren u.a. Julius Caesar, Martin Luther, Vincent van Gogh und Jonathan Swift.

 

Indikation zur Rehabilitation
Als Morbus Menière-Patient zählen Sie zu einer durch ihre Erkrankung massiv belasteten Gruppe, da insbesondere die Schwindelanfälle häufig ohne Vorwarnung in jeder Lebenssituation meist mit stärkstem Schwindel und Erbrechen einsetzen. Sie erleben dabei eine starke Hilflosigkeit. Zusätzlich werden die meisten Morbus Menière-Patienten in ihrem Leiden von ihrer Umwelt völlig missverstanden und falsch eingeschätzt: oft werden sie wegen des Schwankschwindels, der Übelkeit und des Erbrechens einfach für betrunken gehalten. Insbesondere wegen der fast immer völlig unerwartet einsetzenden Symptomatik ist ihre Lebensqualität deutlich eingeschränkt.

 

Zusätzlich zu den beschriebenen Beschwerden wie Drehschwindel, Tinnitus, Hörminderung, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Druck auf den Ohren, die an sich schon eine erhebliche gesundheitliche Belastung darstellen, kommt eine deutliche Angst vor dem nächsten Menière-Anfall oder vor einer Verschlimmerung der Beschwerden hinzu. Insbesondere peinliche soziale Situationen, z.B. hilflos in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder auf der Straße zu liegen und von verständnislosen Blicken angestarrt zu werden, fürchten viele Patienten sehr. Deshalb schränken sie ihre Bewegungs- und Handlungsfreiheit immer mehr ein, sie ziehen sich zurück und meiden jede "öffentliche" Situation, der sie aus dem Wege gehen können.

Download

Hier finden Sie eine gebündelte Information der HELIOS Klinik Am Stiftsberg zum Thema "Rehabilitation bei Morbus Menière" zum Download.

 

Rehabilitation bei Morbus Menière