HELIOS Klinik Am Stiftsberg

Konzeption der Abteilung Hörbehinderung und Tinnitus

Bereits 1921 gab es konkrete Pläne, in Grönenbach eine Klinik für Hörbehinderte, damals noch als Kreis-Taubstummen-Anstalt bezeichnet, zu errichten. Das Projekt wurde zum damaligen Zeitpunkt jedoch nicht verwirklicht. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Rehabilitation von Hörgeschädigten in der Baumrainklinik in Bad Berleburg wurde Anfang der neunziger Jahre von den Wittgensteiner Kliniken, dem Träger der Baumrainklinik, der Entschluss gefasst, in Süddeutschland eine Klinik zu errichten, bei der bereits von der Planungsphase an die speziellen Bedürfnisse und Anforderungen von Hörbinderten im Zentrum aller Überlegungen stehen sollten.

 

Welchen Vorteil haben Sie von einer Klinik für Hörbehinderte und Tinnitus-Betroffene?
Es ist uns wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Sie sich voll auf die Ziele der Rehabilitation konzentrieren können. Sie sollen bei uns nicht täglich um Ihr Verstehen kämpfen müssen. Aufgrund unserer Erfahrung wissen wir um Ihre persönlichen Belastungen durch Hörbehinderung und Tinnitus und verstehen die resultierenden Probleme. Unter Mitarbeit engagierter Betroffener, der Verbände der Hörbehinderten und der Tinnitus Patienten wie des Deutschen Gehörlosenverbandes, des Deutschen Schwerhörigenbundes und der Deutschen Tinnitus Liga wurden spezielle Therapiekonzepte entworfen. Durch Ihre Erfahrungen und Ihren Erfolg während des Aufenthaltes in Bad Grönenbach werden diese Konzepte immer wieder auch kritisch bearbeitet und kontinuierlich weiterentwickelt. Als Ergebnis dieser Fortschreibung des Therapieangebotes bieten wir zu bestimmten Zeiten des Jahres besondere Schwerpunkt-Rehabilitationen für CI-Träger, Ertaubte und an Taubheit grenzende Schwerhörige und Morbus Menière-Patienten an.

 

Welche Ziele hatten wir uns damals gesetzt? Und was ist heute für Sie als Hörbehinderter davon erfahrbar und von Nutzen?
Da die Kommunikationsbehinderung nicht zu beseitigen ist, musste es unser Ziel sein, für jeden Betroffenen im Rahmen seiner Möglichkeiten und für seine Bedürfnisse optimale Bedingungen für seine Rehabilitation zu schaffen. Dazu war für uns auch wichtig, die Gesamtzahl der Gäste so zu begrenzen, dass Sie sich in einer persönlichen und individuellen Weise betreut fühlen.

 

Die Umsetzung unserer Ziele spiegelt sich in der Ausstattung der Klinik und der hörbehindertengerechten Zimmerplanung wieder. Das beginnt bei der Beleuchtung, die das "Lippenabsehen" erleichtert und reicht bis zu runden Tischen für alle Gesprächssituationen, z.B. im Speiseraum und in der Cafeteria. Nicht zuletzt haben wir alle technischen Hilfsmittel, z.B. FM-Anlage, Infrarot-Anlage und Induktionsschleifen, ausgeschöpft.

 

Wichtiger als diese planerischen und technischen Voraussetzungen sind jedoch die Kenntnisse der Mitarbeiter über die besonderen Probleme von Hörbehinderten und Tinnitus-Patienten. Neben schwerhörigen und gehörlosen Mitarbeitern und Kollegen, die bereits seit Jahren über Erfahrungen in der Arbeit mit Hörgeschädigten verfügen, werden alle übrigen Mitarbeiter über die besonderen Erfordernisse der Kommunikation unterrichtet. Weiterer Schwerpunkt der Schulung sind die besonderen Lebensumstände und Belastungen, die sich für den Betroffenen aus der Hörbehinderung und Tinnitus-Symptomatik ergeben können.

 

Jeder einzelne angesprochene Punkt soll Ihnen während Ihres Aufenthaltes in unserer Klinik jeden Tag erlebbar machen, dass Sie in einer auf Ihre besondere Situation abgestimmten Klinik behandelt werden. Dadurch können Sie Erfahrungen mit in Ihren Alltag nehmen, die Ihnen dauerhaft eine Verbesserung Ihrer Lebensqualität ermöglichen werden.

So erreichen Sie uns

HELIOS Klinik Am Stiftsberg

Ärztlicher Direktor und Chefarzt
Abteilung Hörstörungen, Tinnitus und Schwindel
Dr. med. Volker Kratzsch

Telefon (08334) 981-509
Telefax (08334) 981-555

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