HELIOS Klinik Am Stiftsberg

Konzept Ertaubte

Therapie-Schwerpunkte für Hörgeschädigte bei internistischen und /oder orthopädisch/unfallchirurgischen Grunderkrankungen

Im Mittelpunkt der Rehabilitation Hörgeschädigter und Tinnitus Betroffener mit einer internistischen oder orthopädisch/unfallchirurgischen Grunderkrankung stehen die Informationen über alle wesentlichen Gesichtspunkte der Erkrankung, die ggf. zusätzlich notwendige Diagnostik, die medizinische Therapie sowie die Möglichkeiten des Patienten auf den Verlauf der Erkrankung selbst Einfluss nehmen zu können. Dabei soll der Betroffene durch die spezielle Schulung der Mitarbeiter sowie durch die Ausschöpfung aller technischen Möglichkeiten alle Angebote einer Rehabilitation für seine internistische oder orthopädisch-unfallchirurgische Erkrankung trotz seiner Behinderung optimal nutzen können. Die Angebote der psychologischen Therapie zur Auseinandersetzung mit der Hörbehinderung werden dabei, wenn dies vom Patienten gewünscht oder erforderlich scheint, in das Therapiekonzept integriert. 

Einige wenige Beispiele sollen das Gesagte verdeutlichen:

Die einem Myokardinfarkt häufig zugrunde liegende Konstellation von Risikofaktoren erfordert in der Sekundärprävention eine motivierte Mitarbeit des aufgeklärten Patienten. Die Information über die Ursachen seiner Erkrankung, die Diagnostik und notwendige Therapie müssen jedoch so vermittelt werden, dass der Betroffene diese „hören und verstehen“ kann.  Nur unter diesen Voraussetzungen kann man erwarten, dass der Patient zu einer Lebensstilveränderung, z.B. Teilnahme an einer Koronarsportgruppe, Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, Nikotinverzicht sowie regelmäßiger Einnahme seiner Medikamente hinreichend motiviert ist. Diese Mitarbeit des Patienten ist jedoch Voraussetzung,  um einer weiteren Progredienz der Erkrankung mit allen daraus resultierenden medizinischen Folgen - chronischer Krankheitsverlauf mit hohen Kosten - und sozialen Auswirkungen - wie lange Arbeitsausfallzeiten, Berentung - vorzubeugen. Gleiches gilt für einen Patienten mit einem Gelenkersatz, z. B. Knie-, Schulter- oder Hüftgelenk oder nach längerer Arbeitsunfähigkeit wegen chronischer Rückenschmerzen.

Die Kommunikationsschwierigkeiten erfordern ebenfalls eine spezielle Schulung für hörgeschädigte Patienten mit Diabetes mellitus, arterieller Hypertonie und für Patienten, bei denen eine lebenslange Antikoagulation (z.B. Herzklappen-Operierte, Patienten mit bestimmten Herzrhythmusstörungen) erforderlich ist. Auch für diese Krankheitsbilder ist eine Einbindung des Betroffenen in seine Therapie unumgänglich und wichtig.



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