10.05.11
Bad Berleburg , im Mai 2010. Die Qualitätsergebnisse für das Jahr 2010 der HELIOS Klinik Bad Berleburg sind seit dem 9. Mai unter der Webadresse www.helios-kliniken.de/bad-berleburg.de/iqm abrufbar. Anhand dieser Werte lässt sich ablesen, wie erfolgreich die Klinik bei verschiedenen Krankheiten wie beispielsweise beim Schlaganfall oder beim Herzinfarkt behandelt. Die Ergebnisse der Klinik stammen aus der IQM-Datenauswertung von 132 Kliniken in Deutschland und der Schweiz, die der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) angehören.
Insgesamt umfasst der IQM-Indikatorensatz 183 Qualitätskennzahlen für 48 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren, die den medizinischen Qualitätskennzahlen der HELIOS Kliniken entsprechen. Die HELIOS Klinik Bad Berleburg nutzt das IQM-Verfahren für aktives Qualitätsmanagement, das durch die Verbesserung der Behandlungsprozesse und Komplikationsraten zu besserer Behandlungsqualität und mehr Patientensicherheit führt.
„Ziel ist es, unseren Patienten die bestmögliche Qualität in der medizinischen Versorgung zukommen zu lassen“, sagt Geschäftsführer Elmar Knoche. „Deshalb sind wir der trägerübergreifenden Initiative IQM beigetreten. Die IQM-Werte belegen unsere Stärken, zeigen aber auch ganz deutlich, wo Optimierungspotenzial besteht.“ Während die HELIOS Klinik Bad Berleburg bei der Behandlung von Beatmungspatienten mit 32,5% eine Sterblichkeitsrate aufweist, die deutlich unter dem IQM-Durchschnittswert (35%) liegt, zeigt sich bei der Behandlung von Entfernungen der Gallenblase Verbesserungspotenzial: In der HELIOS Klinik Bad Berleburg ist im Jahr 2010 ein Patient von 58 mit dieser Diagnose verstorben, der beobachtete Wert der Krankenhaussterblichkeit lag damit bei 1,27 Prozent.
„Im März 2010 hat bei uns im Fachbereich Anästhesie und Intensivmedizin ein so genanntes Peer-Review-Verfahren stattgefunden, bei dem wir das Know-how des HELIOS Netzwerkes für die Verbesserung unserer Ergebnisse nutzen können. Aus diesem kollegialen Dialog mit Chefärzten anderer Kliniken haben wir eine Optimierung unserer Abläufe abgeleitet“, erklärt Dr. med. Gregor Wistehube, Chefarzt der Anästhesie. „So haben wir unsere interdisziplinäre Kommunikation über eine EDV-gestützte Verlaufsdokumentation verbessert und einen fünfstelligen Betrag in zusätzliche medizinische Geräte investiert. Seitdem steigerte sich die Qualität in der Behandlung von Beatmungspatienten, wie die aktuellen Zahlen zeigen, kontinuierlich.“ Ziel des Peer-Review-Verfahrens ist es, einen kontinuierlichen internen Verbesserungsprozess und eine offene Fehler- und Sicherheitskultur in den teilnehmenden Kliniken zu etablieren sowie die fächerübergreifende Zusammenarbeit zu fördern. Dabei werden Behandlungsprozesse mit auffälligen Ergebnissen von internen und externen medizinischen Experten (chefärztliche Peers) auf mögliche Fehler in den Abläufen, Strukturen und Schnittstellen hin untersucht. Die dabei identifizierten Qualitätsprobleme dienen anschließend als Grundlage für zielgenaue Maßnahmen zur Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität.
Mit diesem Instrument wird das wichtigste Ziel der Initiative Qualitätsmedizin erreicht: Durch Transparenz die Behandlungsqualität aktiv zu verbessern und damit die Qualität von Kliniken insgesamt kontinuierlich zu steigern. Neben dem Peer Review führt die HELIOS Klinik Bad Berleburg regelmäßig interdisziplinäre Fallkonferenzen durch. In diesen Konferenzen, an denen die Ärzte aller Abteilungen der Klinik teilnehmen, werden besondere Verläufe von Krankheitsbildern ebenso wie außergewöhnliche Sterbefälle besprochen. Im kollegialen Dialog werden bei diesen Konferenzen mögliche Fehlerquellen aufgedeckt und Verbesserungspotentiale für die Behandlung von Patienten abgeleitet.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen der HELIOS Klinik Bad Berleburg und der Initiative Qualitätsmedizin finden Sie unter:
http://www.helios-kliniken.de/klinik/bad-berleburg/medizinische-qualitaet/iqm-kennzahlen
www.initiative-qualitaetsmedizin.de
Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM)
Führende Krankenhausträger haben sich 2008 zur „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM) zusammen geschlossen. Die trägerübergreifende Initiative mit Sitz in Berlin ist offen für alle Krankenhäuser aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Vorhandenes Verbesserungspotenzial in der Medizin sichtbar zu machen und zum Wohle der Patienten durch aktives Fehlermanagement zu heben, ist das Ziel von IQM. Dafür stellt IQM den medizinischen Fachexperten aus den teilnehmenden Krankenhäusern innovative und anwenderfreundliche Instrumente zur Verfügung. Die Mitglieder der Initiative verpflichten sich drei Grundsätze anzuwenden: Qualitätsmessung mit Routinedaten, Veröffentlichung der Ergebnisse und die Durchführung von Peer-Review-Verfahren. In derzeit 132 Krankenhäusern aus Deutschland und der Schweiz versorgen die IQM-Mitglieder jährlich rund 2,25 Millionen Patienten stationär. In Deutschland liegt ihr Anteil an der stationären Versorgung bei über elf Prozent.
Am Standort Bad Berleburg betreibt das Klinikunternehmen HELIOS vier Rehabilitationseinrichtungen als „HELIOS Rehazentrum Bad Berleburg“ und die „HELIOS Klinik Bad Berleburg“ als Akutkrankenhaus.
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 63 eigene Kliniken, darunter 43 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 24 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 600.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 18.500 Betten und beschäftigt über 33.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2009 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius SE."
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