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10.02.11

DKMS Nabelschnurblutbank in Bad Berleburg aktiv

Die Mitarbeiter der geburtshilflichen Abteilung der HELIOS Klink Bad Berleburg wurden speziell von der gemeinnützigen Nabelschnurblutbank geschult.
HELIOS Klinik Bad Berleburg ist ausgewiesene Entnahmeklinik

 

Bad Berleburg – Ab sofort haben werdende Eltern in Bad Berleburg die Möglichkeit, kostenlos Nabelschnurblut für die Allgemeinheit entnehmen zu lassen – und dadurch vielleicht einem Leukämiepatienten die Chance auf ein neues Leben zu geben.

 

Kleine Helden gesucht: Seit Kurzem bietet die DKMS Nabelschnurblutbank nun in der HELIOS Klinik Bad Berleburg, Abteilung für Geburtshilfe (Tel. Kreißsaal: 02751/802-6246), die kostenlose Entnahme und öffentliche Einlagerung von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut an – denn diese können lebensrettend sein. Direkt nach der Geburt gesammelt und konserviert, können die Nabelschnurblut-Präparate vielleicht schon bald zum Einsatz kommen: Stimmen die in der DKMS Nabelschnurblutbank eingelagerten Stammzellen eines kleinen Helden oder einer kleinen Heldin mit denen eines Leukämiepatienten überein, können sie ihm transplantiert werden – und ihm so die Chance auf Leben geben.

 

Alle 45 Minuten reißt die Diagnose Leukämie in Deutschland jemanden aus seinem bisherigen Leben, darunter viele Kinder und Jugendliche. Vielen Patienten kann nur durch eine Stammzellspende geholfen werden. Zwar vermittelt die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei täglich mindestens zehn Stammzellspender, trotzdem findet sich immer noch für jeden fünften Patienten kein geeigneter „genetischer Zwilling“. Die HELIOS Klink Bad Berleburg kooperiert jetzt mit der gemeinnützigen DKMS Nabelschnurblutbank und erhöht somit die Chance auf Heilung für Patienten mit Erkrankungen u.a. des blutbildenden Systems.

 

Seit 1997 werden in der Dresdener Nabelschnurblutbank Stammzellen aus dem Nabelschnurblut aufbereitet und eingelagert. Nabelschnurblutspenden für die DKMS Nabelschnurblutbank werden bundesweit derzeit in rund 150 Kooperationskliniken mit speziell geschultem Personal entgegen genommen.

 

Für eine erfolgreiche Transplantation müssen die Gewebemerkmale von Spender und Patient nahezu vollständig übereinstimmen – bei häufigen Merkmalskombinationen kann einer unter 20.000 gefunden werden, bei seltenen mitunter unter Millionen keiner. Damit die Chancen steigen, für jeden Patienten den „Richtigen“ zu finden, ist es wichtig, dass auch möglichst viele Babys zu kleinen Helden werden und ihr Nabelschnurblut spenden.

 

Hintergrund:
Nabelschnurblut ist besonders geeignet, weil die darin enthaltenen Stammzellen noch nicht völlig ausgereift sind. Dadurch kann bei einer Transplantation die Ausprägung einer möglichen Abstoßungsreaktion geringer sein als bei der Transplantation von Stammzellen, die zu einem späteren Zeitpunkt gewonnen werden. Daher müssen bei einer Transplantation nicht alle Merkmale übereinstimmen. „Dies kommt insbesondere Patienten mit seltenen Gewebemerkmalskombinationen und Angehörigen ethnischer Minderheiten zugute. Somit stellt die Transplantation von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut eine sinnvolle Ergänzung zur Behandlung von Patienten dar, die auf eine Transplantation angewiesen sind“, sagt Dr. Peter Dreyer, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe in der HELIOS Klinik Bad Berleburg.

 

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 63 eigene Kliniken, darunter 43 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 28 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.

 

HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 600.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 18.500 Betten und beschäftigt über 33.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2009 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius SE & Co. KGaA.

 

Pressekontakt:
Tobias Pott
Regionalleiter Unternehmenskommunikation West
Telefon:         +49 202/896-2007
Mobil:            +49 202/896-1813
E-Mail:           tobias.pott@helios-kliniken.de