06.07.10
Die HELIOS Kliniken investieren am Standort Bad Berleburg in ein neues Herzkatheterlabor. Der so genannte Linksherzkathetermessplatz modernster Generation wird zukünftig im Akutkrankenhaus, der HELIOS Klinik Bad Berleburg, angesiedelt sein. Damit verbessert sich die Notfallversorgung für Herzpatienten in den ländlichen Gebieten Südwestfalens erheblich.
In der nächsten Woche beginnen weitreichende Umbaumaßnahmen in der HELIOS Klinik Bad Berleburg, denn für die Medizin- und Computertechnik müssen auch bauliche Voraussetzungen geschaffen werden. So müssen für die tonnenschweren Geräte beispielsweise tragende Deckenzüge eingebaut und der Strahlenschutz erweitert werden.
„Wir investieren einen mittleren sechsstelligen Betrag in das neue Herzkatheterlabor und damit in die medizinische Versorgung der Region. Gleichzeitig stärken wir mit dem Umzug vom Rehazentrum in die HELIOS Klinik auch die Akutmedizin am Standort. Im Krankenhaus ist das Herzkatheterlabor dann in eine umfangreiche medizinische Infrastruktur eingebettet: Von der Intensivstation bis zur Anästhesie. Das ist eine erhebliche Verbesserung“, erläutert Elmar Knoche, Verwaltungsleiter der HELIOS Klinik Bad Berleburg.
Das Herzkatheterlabor genoss auch an seinem bisherigen Standort, in der Herz Kreislaufklinik des HELIOS Rehazentrums Bad Berleburg, einen guten Ruf und hat hohe Bedeutung für die Notfallversorgung – auch der angrenzenden Gemeinden, wie Bad Laasphe, Schmallenberg oder Bad Fredeburg. Umso wichtiger ist die Tatsache, dass das bewährte Team um den Chefarzt und Kardiologen Dr. Frank Melz weiterhin für den Betrieb der Einrichtung zuständig ist.
„Wir bieten mit dem Herzkatheterlabor eine 24-Stunden-Bereitschaft an. Damit sind wir der erste Anlaufpunkt beispielsweise für Herzinfarktpatienten in einem weiten Umkreis. Denn bei vielen Herzerkrankungen ist die schnelle Reaktion wichtig. Zudem ist die Behandlung mit einem Herzkatheter in den meisten Fällen die bessere Alternative, gegenüber der medikamentösen Behandlung. Die Patienten haben eine wesentlich bessere Prognose“, stellt Dr. Frank Melz die Bedeutung des Labors für die Region heraus.
Mit einem Herzkatheterlabor können einerseits Diagnosen erstellt werden, indem beispielsweise Verschlüsse in den Herzkranzgefäßen sichtbar gemacht werden. Andererseits können die Kardiologen die Instrumente auch direkt zur Therapie nutzen, indem beispielsweise mit einem durch die Leiste eingeführten winzigen Ballon die Gefäße geweitet und Verschlüsse aufgelöst werden. Auf diese Weise werden in der modernen Medizin viele Herzinfarktpatienten behandelt.
Die ersten Patienten werden nach dem Umbau der Räumlichkeiten und dem Einbau der Technik Mitte bis Ende September im neuen Herzkatheter behandelt werden.
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 61 eigene Kliniken, darunter 42 Akutkrankenhäuser und 19 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Wuppertal, Schwerin und Krefeld nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 24 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und vier Seniorenresidenzen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 600.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 18.500 Betten und beschäftigt über 33.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2009 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius SE.