20.04.10
Bei den beiden wichtigsten Volkskrankheiten, Herzinfarkt und Schlaganfall, bietet die HELIOS Klinik Bad Berleburg eine deutlich bessere Qualität, als der Durchschnitt deutscher Krankenhäuser. Dies zeigen die jetzt veröffentlichten Qualitätsergebnisse der „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM), bei der das Berleburger Krankenhaus Mitglied ist. An den Zahlen der IQM-Kliniken, zu denen bundesweit auch große Unikliniken gehören, lässt sich ablesen, wie erfolgreich die Klinik Patienten bei wichtigen Krankheiten behandelt.
Die Ergebnisse der trägerübergreifenden Initiative, bei der neben den HELIOS Kliniken bspw. auch die Berliner Charité oder das Bochumer Universitätsklinikum Bergmannsheil ihre Daten veröffentlichen, wurden am Montag in einer großen Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Nun stellt auch die Wittgensteiner HELIOS Klinik ihre individuellen Ergebnisse vor.
„Der Vergleich mit dem Durchschnitt der anderen IQM-Kliniken zeigt, dass wir hier in Bad Berleburg in vielen Bereichen gute medizinische Ergebnisse erzielen. Zudem können wir durch die transparente Darstellung dieser Zahlen auch erkennen, an welchen Punkten wir noch arbeiten müssen“, erläutert der Verwaltungsleiter der HELIOS Klinik Bad Berleburg, Elmar Knoche. Insbesondere bei Herzinfarkten werden in Berleburg traditionell gute Ergebnisse erreicht. Erkennbar ist dies beispielweise an der sogenannten Sterblichkeitsrate. Das Ziel für die Klinik lautet: Verglichen mit den Durchschnittsergebnissen deutscher Krankenhäuser dürfen maximal 10,2% aller Menschen, die mit einem Herzinfarkt hier eingeliefert werden, an Ihrer Krankheit versterben. Die HELIOS Klinik Bad Berleburg erreicht eine Rate von nur 5,8% und ist damit auch deutlich besser als der Durchschnitt aller Kliniken der Initiative Qualitätsmedizin, der bei 9,3% liegt.
„Der Anteil der Todesfälle ist ein sehr harter Faktor – aber er zeigt bei den vielen Fällen eines ganzen Jahres sehr gut, dass bei uns die medizinische Qualität bei der Behandlung von Herzinfarkten stimmt. Besonders wichtig ist dabei die Zusammenarbeit mit den Rehakliniken, denn durch die frühzeitige Diagnostik und Therapie im Herzkatheterlabor der Herz Kreislauf Klinik können wir bei Infarkten die bestmögliche Therapie einsetzen. Gepaart mit der Leistung unseres gut ausgebildeten Intensiv-Teams ist so eine gezielte und effektive Behandlung möglich. Für eine so ländliche Region ist dies eine absolute Besonderheit“, erläutert Elmar Knoche die Gründe für die guten Qualitätsdaten.
Ebenso gut sehen die Ergebnisse in der Gynäkologie und bei der Behandlung von Schlaganfällen aus. Gerade an diesem Krankheitsbild sieht man auch den Effekt eines Qualitätsmanagements. Denn als die Zahlen noch Ende 2007 mit 15,7% vergleichsweise schlecht waren, hat man damit begonnen, auf die personellen und apparativen Qualitätsanforderungen einer „Stroke Unit“ hinzuarbeiten. Es wurden Änderungen bei den Diagnosemethoden, im gesamten Ablauf und bei den Behandlungsverfahren beschlossen. Zudem wurde eine neurologische Praxis (Niedergelassener) am Haus etabliert, damit Neurologische Kompetenz regelmäßig verfügbar ist, und in ein neues, modernes CT-Gerät (Computertomograph) investiert. Diese Maßnahmen sorgten dafür, dass die Anzahl der Todesfälle bei Schlaganfällen heute in Bad Berleburg nur bei 8,1% liegt und damit deutlich unter dem Ziel von 11,5%, und auch unter dem Durchschnitt der IQM-Kliniken von 9,5%.
Ähnlich untersucht und verbessert man zurzeit die Vorgehensweise bei den Gebieten, wo die Qualitätszahlen zeigen, dass das gewünschte Ergebnis noch nicht verwirklicht werden konnte. Dies ist zum Beispiel bei manchen chirurgischen Disziplinen oder der Herzinsuffizienz der Fall. Mit diesem Vorgehen wird auch das wichtigste Ziel der bundesweit vernetzten Initiative Qualitätsmedizin erreicht: Durch Transparenz die Verbesserung der Behandlungsqualität aktiv voranzutreiben und damit die Behandlungsqualität der Kliniken kontinuierlich zu verbessern.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen der HELIOS Klinik Bad Berleburg und über die Initiative Qualitätsmedizin finden Sie unter:
www.helios-kliniken.de/badberleburg-iqm
www.initiative-qualitaetsmedizin.de
Die Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM)
Führende Krankenhausträger haben sich 2008 zur „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM) zusammen geschlossen. Die Initiative mit Sitz in Berlin besteht deutschlandweit und ist offen für alle Trägergruppen. Gründungsinitiatoren sind die DAMP Gruppe, die Gesundheit Nordhessen Holding, die HELIOS Kliniken Gruppe, die Johanniter, die Medizinische Hochschule Hannover, die Malteser, die SRH Kliniken, das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden, die Vereinigung Berufsgenossenschaftlicher Kliniken und das Universitätsspital Basel, die Charité - Universitätsmedizin Berlin, das Klinikum Saarbrücken, das Klinikum St. Elisabeth Straubing und die Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Mitglieder der Initiative verpflichten sich, in ihren insgesamt 122 Kliniken mit knapp 1,5 Million stationären Patienten drei Grundsätze anzuwenden: Qualitätsmessung mit Routinedaten, Veröffentlichung der Ergebnisse auf einer trägerübergreifenden Plattform und die Durchführung von „Peer-Review-Verfahren“. Bei den Peer Reviews werden Behandlungsprozesse mit auffälligen Ergebnissen von internen und externen „Peers“, also ärztlichen Fachkollegen, auf mögliche Fehler in den Ergebnissen, Abläufen und Strukturen hin anhand der konkreten Fälle untersucht. Diese Erkenntnisse ermöglichen den Verantwortlichen vor Ort anschließend eine zielgenaue Vermeidung möglicher Qualitätsdefizite und der Verbesserung der Ergebnisqualität.
Qualitätssicherung auf Basis von Routinedaten
Das deutsche Fallpauschalensystem bietet die Möglichkeit, weitreichende Qualitätsinformationen aus den Abrechnungsdaten der Kliniken abzuleiten: Jede Leistung im Krankenhaus wird im Zuge der Abrechnung kodiert und in sog. ICD (International Classification of Diseases) bzw. OPS (Operationen- und Prozedurenschlüssel) abgebildet. Diese Routinedaten werden von den Kostenträgern überprüft, erfassen jeden behandelten Patienten und sind kurzfristig verfügbar. Die Qualitätsmessung über Qualitätsindikatoren auf Basis von Routinedaten bedeutet deshalb hohe Effizienz (kein zusätzlicher Dokumentationsaufwand in den Kliniken) und Objektivität (leichte Überprüfbarkeit).
Kontakt:
IQM Initiative Qualitätsmedizin e.V.
Friedrichstraße 166
D-10117 Berlin
www.initiative-qualitaetsmedizin.de
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