HELIOS Rehakliniken Bad Berleburg - Rothaarklinik

Psychosen

Heutzutage werden Psychosen überwiegend über bestimmte Auffälligkeiten definiert, wobei man verschiedene Krankheitsbilder unterscheidet. Diese Abweichungen finden sich in den Bereichen der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens und/oder Handelns. Die Betroffenen können in ihrer Fähigkeit, sich selbst oder andere Menschen und Ereignisse wahrzunehmen und zu interpretieren (Kognition), beeinträchtigt sein. Im Bereich des Fühlens kann die Intensität, die Variationsbreite und Angemessenheit verändert sein (Affektivität), ebenso die Impulskontrolle und häufig auch die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen.

 

Oft ist die Erkrankung auch mit großer Angst und sozialem Rückzug verbunden sowie verminderter Belastungsfähigkeit/Ausdauer. In der Folge kommt es zu oft erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag, in den persönlichen Beziehungen und im Berufsleben, die die Lebensqualität erheblich mindern.

 

Psychosen aus dem Bereich der Schizophrenien

fallen besonders im akuten Stadium durch kognitive Veränderungen auf. Häufig ist der Bezug zur Realität verloren gegangen. Wahnvorstellungen und Halluzinationen können das klinische Bild beherrschen („Plussymptomatik“). Manche Patienten leiden unter Missempfindungen, die wahnhaft verarbeitet werden oder die Körperbeweglichkeit ist eingeschränkt. Die Patienten führen nicht mehr Regie im eigenen „Ich“, erleben sich manipuliert und beeinflusst und kämpfen verzweifelt um die Aufrechterhaltung ihrer Identität. Im weiteren Verlauf können Einschränkungen in Konzentration, Antrieb, Durchhaltevermögen und im Gefühlsleben auftreten („Minussymptomatik“), denen man durch eine frühzeitige und kontinuierliche Therapie meist gut begegnen kann.

 

Bipolare Störungen

(Affektive Psychosen) äußern sich als phasenweises Auftreten einer Depression oder (Hypo-)Manie. Die Störung im Bereich des gefühlsmäßigen Erlebens äußert sich auf der einen Seite in einer Verminderung des Antriebs, der allgemeinen Befindlichkeit, in körperlichen Beschwerden, bis hin zur völligen inneren Leere und wahnhaften Verarbeitung bei der Depression. Auf der anderen Seite steht die manische Störung mit gesteigertem Antrieb, Ruhe- und Rastlosigkeit, Kritiklosigkeit, dem Gefühl unbegrenzter Leistungsfähigkeit, Größenideen und Selbstüberschätzung.

 

Schizoaffektive Psychosen

treten wie affektive Psychosen oft in Phasen auf und enthalten auf der Symptomebene Elemente der affektiven und der schizophrenen Psychosen.



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