HELIOS Rehakliniken Bad Berleburg - Rothaarklinik

Definition Psychosomatik

Epidemiologische Studien belegen, dass mindestes 1/3 ärztlicher Inanspruchnahme auf seelische Störungen (z.B. Depression und Angsterkrankungen, Arolt 2004), funktionelle Beschwerden (Somatisierungsstörung) sowie Folgeerkrankungen eines problematischen Lebensstils (Alkohol- und Nikotinmissbrauch, falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Vereinsamung etc.) zurückgehen.

 

Psychosomatisches Denken gründet auf einer umfassenden Sichtweise und einem bio-psycho-sozialen Verständnis der Erkrankung des Patienten. Die symptombezogene Behandlung prägt den medizinischen Alltag und ist in vielen Fällen erfolgreich. Bei den chronischen Erkrankungen (psychisch und körperlich) greift dieser Ansatz zu kurz.

 

Das psychosomatische Vorgehen zeichnet sich durch eine veränderte Herangehensweise an den Patienten aus:
Erfasst werden nicht nur die körperlichen und psychischen Beschwerden des Patienten, sondern auch die Lebenssituation, in der der Patient sich heute befindet bzw. damals war, als die Beschwerden auftraten. Darüber hinaus erkundigen wir uns nach der Lebensgeschichte, weil hieraus häufig erst das Entstehen bestimmter Beschwerden verständlich wird und der Charakter und die Erfahrungen eines Menschen wesentlich für die Bewältigung von Krankheit sind.



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