HELIOS Rehakliniken Bad Berleburg - Rothaarklinik

Indikationen

Wenn die Lebensqualität durch die Hauterkrankung erheblich beeinträchtigt ist oder Konflikte bzw. vermehrte Spannungssituationen die Erkrankung verschlechtern, dann ist eine psychosomatische Behandlung sinnvoll. Nicht zuletzt sollte ein untypischer Behandlungsverlauf, bei dem trotz intensiver und adäquater dermatologischer Therapie die erwartete Besserung nicht eintritt, Anlass zur Vorstellung bei einem psychosomatisch erfahrenen Arzt sein, der im Gespräch mit dem Patienten nach bislang übersehenen Belastungsfaktoren sucht und prüft, ob ggf. eine psychosomatische Behandlung Lösungsmöglichkeiten bietet.

 

Man kann auch nicht sagen, dass bestimmte Hautkrankheiten, wie z.B. Neurodermitis, immer einer psychosomatischen Behandlung bedürfen, weil sie psychischen Ursprungs wären. Vielmehr weiß man heute, dass es vom Krankheitsverlauf und den Bewältigungsmöglichkeiten eines Menschen abhängt, welcher Behandlung er im einzelnen bedarf. Wenn die ambulante Therapie nicht ausreicht und es um die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit oder die bestmögliche Integration in das tägliche Leben geht (Rehabilitation), dann ist eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme angezeigt, in der sowohl die körperliche Erkrankung behandelt wird, als auch die psychosozialen Faktoren und Auswirkungen Beachtung finden und in das Therapiekonzept mit einbezogen werden.

 

Diese Konstellation findet sich häufig bei Patienten mit chronischen Erkrankungen wie atopischer Dermatitis/Neurodermitis oder Psoriasis, aber auch bei stark juckenden Dermatosen wie chronischer Urtikaria (Nesselsucht), Prurigo simplex subacuta oder genitalem Juckreiz. Vitiligo, Akne oder Alopecia areata (kreisrunder oder totaler Haarausfall) mindern häufig stark das Selbstwertgefühl, wiederkehrende Abszesse belasten eine Partnerschaft. Nicht zuletzt können schwere Hauterkrankungen (Zustand nach Melanom-Operation, blasenbildende Dermatosen) zu erheblichen Depressionen führen.



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