Die Behandlung findet auf einer Station mit vorwiegend jüngeren Patientinnen statt, zumeist mit Essstörungen, aber auch Störungsbildern wie Depressionen, Angststörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen, Borderlinestörung oder anderen Persönlichkeitsstörungen. Aufgenommen werden Patientinnen ab 16 Jahren, wobei wir bei so jungen Patientinnen in einem Vorgespräch prüfen, ob unser Behandlungskonzept und die Station für sie angemessen sind. Auch Mütter mit Kindern können aufgenommen werden. Die Station ist grundsätzlich offen, Besuch kann empfangen werden. Eine Kontaktsperre haben wir nicht.
Durch den Kontakt mit Gleichaltrigen, die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden, entwickelt sich die Sicherheit, mit seinen Problemen nicht allein zu stehen und vor allem auch die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten Lösungsmöglichkeiten zu finden. Die gemeinsamen Gespräche werden oft im Nachhinein als ausgesprochen hilfreich für den Therapieerfolg gesehen.
Seit einiger Zeit behandeln wir auf der Station nur noch Frauen. In der Vergangenheit war der Anteil von Frauen auf der Station meist so hoch, dass die wenigen jungen Männer immer wieder in eine Minderheitsposition gerieten, wodurch sich ungünstige Behandlungsbedingungen ergaben. Mit einer Essstörung werden junge Männer auf anderen Stationen behandelt.