Das Behandlungsangebot der Baumrainklinik für Patienten mit chronischem Tinnitus besteht seit über 15 Jahren. Tinnitus bzw.Ohrgeräusche entstehen durch vielfältige Ursachen, die nur teilweise erforscht sind. In der akuten Phase gilt es zunächst mögliche organische Ursachen durch den Facharzt abzuklären und eine Behandlung durchzuführen.
Bei einem chronischen Tinnitus können die Ohrgeräusche sehr belastend sein, als Folge können z.B. Schlafstörungen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, verstärkte Geräuschempfindlichkeit (Hyperakusis), Erschöpfungszustände, Depressionen und Angstzustände auftreten. Eine umfassende Behandlung der Begleit- und Folgezustände ist deshalb erforderlich.
Hyperakusis bedeutet Geräuschüberempfindlichkeit. Bei vielen Patienten mit chronischem Tinnitus liegt auch eine Hyperakusis vor, bedingt durch die fehlende Dämpfungswirkung bei lauten Geräuschen als Folge einer Schädigung der äußeren Haarsinneszellen. Therapeutisch ist vor allem eine behutsame Hörtherapie wichtig, um die Geräuschüberempfindlichkeit wieder abzubauen.
Tinnitus geht häufig einher mit einer Hörminderung vor allem in den hohen Frequenzen. In der Folge kann das Verstehen in Gesprächssituationen erschwert sein. Dies gilt insbesondere bei einer Unterhaltung zwischen mehreren Personen oder bei vorhandenen Hintergrundgeräuschen. Die besondere Problematik einer Hörbeeinträchtigung wird gegebenenfalls im individuellen Therapieplan berücksichtigt.