Schwindel ist ein Symptom, das mit subjektiven Störungen der Orientierung des Körpers im Raum einhergeht. Schwindel hat vielfältige Ursachen. Mögliche Ursachen sind durch den Facharzt abzuklären, um eine entsprechende Behandlung durchzuführen.
Schwindel und Gleichgewichtsstörungen entstehen oft bei einer Schädigung des Gleichgewichtsorganes. Da das Gleichgewichtsorgan eine anatomische Einheit mit dem Innenohr bildet, ist Schwindel oft verbunden mit Tinnitus und/oder einer Hörminderung. Die Schwindelempfindungen können sehr unterschiedlich sein (z.B. Drehschwindel, Schwankschwindel, Taumelgefühl, Unsicherheitsgefühl).
Als Folge der Gleichgewichtsstörungen können zunehmende Gefühle von Unsicherheit, Ängste und Vermeidungsverhalten auftreten, die den Betreffenden in seinem normalen Tagesablauf stören oder erheblich einschränken und zu einem sozialen Rückzug sowie zu beruflichen Problemen führen können. Die besondere Problematik des Schwindels wird im individuellen Therapieplan berücksichtigt.
Morbus Menière ist eine Erkrankung des Gleichgewichtsorganes und des Innenohres mit den drei Hauptsymptomen Schwindel, Tinnitus und Hörminderung. Besonders belastend für die Patienten sind die anfallsartig auftretenden Drehschwindelanfälle, meist begleitet von massiver Übelkeit und Erbrechen sowie starkem Tinnitus. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es auch zu einem bleibenden Hörverlust und zu einem Verlust der Gleichgewichtsfunktionen kommen. Die Behandlung des Morbus Menière orientiert sich am klinischen Bild und umfasst Gleichgewichts- und Koordinationstraining, psychologische Angebote, Habituationstraining bei chronischem Tinnitus und Verbesserung der Kommunikation bei Schwerhörigkeit (siehe hierzu auch unsere Faltblätter für Tinnitus und Schwerhörigkeit).