Im Bereich der Anästhesie werden alle modernen Allgemein- und Regionalanästhesien durchgeführt, mit einem besonderen Schwerpunkt im Bereich der Katheterverfahren an peripheren Nerven für eine optimale postoperative Schmerztherapie. Schmerzkatheter werden mittels direkter Nervenstimulation platziert, die ultraschallgestützte Punktion wird derzeit eingeführt. Das Management des schwierigen Atemweges wird in unserer Klinik täglich durch Einsatz entsprechender Geräte (Bonfils, Videolaryngoskop) trainiert. In ausgewählten Indikationen wenden wir ein Neuromonitoring zur Bestimmung der Hypnosetiefe oder zur Überwachung der Organintegrität (Carotischirurgie) an.
Unsere Klinik betreut die Interdisziplinäre Intensivstation des Helios-Klinikums Aue. Daneben gibt es eine Stroke Unit und eine Kardiologische Intensivstation. Auf der Interdisziplinären Intensivstation wird das gesamte Spektrum der modernen Intensivtherapie durchgeführt:
Gegen Ende des Jahres 2011 wurden die Intensivstationen mit einem Patientenmonitoringsystem der neuesten Generation neu ausgestattet.
Das Helios-Klinikum Aue verfügt über eine Zentrale Notaufnahme (ZNA), die rund um die Uhr (24/7) besetzt ist. Am Haus ist der Notarztwagen stationiert, die Rettungswache in Schlema hat 3 Rettungswagen im Einsatz. Der Hubschrauberlandeplatz befindet sich auf dem Dach von Haus B. Direkt neben der ZNA sind alle diagnostischen Bereiche der Klinik für Radiologie angegliedert.
Der Notarztdienst wird durch unsere Klinik mit organisiert (OA Schneider, Leitender Notarzt). Mit dem Arbeitskreis Notfallmedizin möchten wir die Fortbildung und den Informationsaustausch aller an der Akutversorgung beteiligten Personen fördern und verbessern.
Innerklinisch haben wir ein Reanimationsteam, welches unter anderem mit einem halbautomatischen Defibrillator und einem AutoPulse® Reanimationssystem zur mechanischen Herzdruckmassage ausgerüstet ist.
Unsere Klinik betreibt einen Akutschmerzdienst (ASD), der tagsüber bei jedem Patienten mit Schmerzkatheter eine Visite durchführt. Unterstützt wird der ASD durch eine Pain Nurse. Diese Schmerzschwester übernimmt weitere Visiten am Nachmittag und Abend. Neben den postoperativen Patienten widmet sich der ASD auch der Schmerzeinstellung bei chronisch Kranken und Tumorpatienten. Das Behandlungsspektrum im Bereich der Schmerztherapie wird beständig erweitert. Unsere Klinik arbeitet hierbei eng mit der Klinik für Neurologie im Arbeitskreis für interdisziplinäre Schmerztherapie (AKIS) zusammen.
Hier arbeiten 2 Kollegen in Anästhesiesprechstunde und Akutschmerzdienst. Die Prämedikation dient der Erhebung von individuellen Merkmalen, Begleiterkrankungen und Hausmedikationen, um die Anästhesietechnik optimal auf die Bedürfnisse des Patienten und eventuelle Besonderheiten der geplanten Operation auszurichten. Gelegentlich werden hierfür auch Spezialuntersuchungen (Spirometrie, Echokardiografie, Blutgasanalyse, Fachkonsile) nachgefordert. Jeder Patient erhält eine individuelle präoperative Medikation, die Begleiterkrankungen berücksichtigt, die Aufgeregtheit vor dem Eingriff reduziert und bei entsprechenden Risikofaktoren auch der Prophylaxe von postoperativem Erbrechen dient. Eine präoperative Checkliste wird bereits bei der Prämedikation angelegt und bis zur eigentlichen Operation konsequent weitergeführt, um die Patientensicherheit weiter zu erhöhen.
Die postoperative Überwachung nicht-intensivtherapiepflichtiger Patienten findet in einem dem OP-Bereich unmittelbar angegliederten Aufwachraum unter anästhesiologischer Leitung statt. Es existieren standardisierte Algorithmen für die postoperative Schmerztherapie und Therapie von Übelkeit und Erbrechen nach Narkosen.
HELIOS Klinikum Aue
Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin
Sekretariat Frau Brigitte Ficker:
Tel.: 03771 - 58 1398
Fax: 03771 - 58 1638