05.12.11
Das HELIOS Klinikum Aue ist die einzige Klinik im Erzgebirgskreis, welche über eine Neonatologie des Levels II verfügt und somit Neugeborene ab 1000g aufnehmen kann. Neben einer optimalen medizinischen Betreuung rückten in den letzten Jahren die Pflegebedingungen auch immer mehr in den Vordergrund. „Nicht nur das reine Überleben ist wichtig, sondern vor allem auch die Qualität des Überlebens“, betont Oberärztin Dr. Sabine Kurzweg. Aus diesem Grund wurde im HELIOS Klinikum Aue in den letzten Wochen neben neuester Technik in Form von zwei hochmodernen Beatmungsgeräten auch in spezielle Hilfsmittel investiert, welche noch optimalere Rahmenbedingungen für die kleinen Frühchen schaffen und für die Entwicklung schädliche Umwelteinflüsse minimieren sollen.
Bestandteil der neuen Ausstattung sind beispielsweise spezielle Inkubatorabdeckungen, welche die Reize der Umgebung nahezu komplett ausblenden. Die Kinder befänden sich bei normalem Schwangerschaftsverlauf noch im Mutterleib, geschützt vor Umwelteinflüssen und Geräuschen. Nur knapp 2% des Lichtes dringt normalerweise zum Ungeborenen durch – mithilfe der Abdeckungen wird versucht, möglichst authentische Lichtverhältnisse zu schaffen und störende Geräusche auszublenden.
Auch spezielle Lagerungshilfen wurden angeschafft. Das Kind liegt ähnlich wie im Mutterleib, dabei werden aber die Gelenke entlastet. Die für die Entwicklung des Frühgeborenen schädliche Schwerkraft soll so minimiert werden. Auch die Begrenzung der Gebärmutter und die Geborgenheit werden simuliert.
Zu einem ganzheitlichen Konzept gehört selbstverständlich auch die Förderung der Mutter-Kind-Bindung. Aus diesem Grund wurden neue Räumlichkeiten geschaffen. Spezielle Mutter-Kind-Zimmer gibt es nun auch auf der Frühchenstation. Eine Frühgeburt bedeutet die abrupte Trennung des Kindes von der Mutter zu einem Zeitpunkt, an dem weder die Mutter noch das Kind darauf körperlich und psychisch vorbereitet sind. Eine dauerhafte räumliche Nähe wird aus diesem Grund im HELIOS Klinikum Aue je nach Gesundheitszustand des Kindes so bald wie möglich realisiert.
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 64 eigene Kliniken, darunter 44 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 30 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 650.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 19.000 Betten und beschäftigt über 34.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.
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