HELIOS Klinikum Aue

Senioren gemeinsam behandeln – Alterstraumatologie neu etabliert

Aktiv und selbstständig bis in hohe Alter, das ist ein wichtiger Bestandteil unserer Lebensqualität. Doch gerade im Alter kann es aufgrund des eingeschränkten Bewegungsapparats schnell zu Unfällen kommen. Eine Hüftfraktur oder ein Wirbelkörperbruch sind keine Seltenheit und machen einen Krankenhausaufenthalt mit einer unfallchirurgischen Behandlung unumgänglich. „An erster Stelle steht die fachgerechte Versorgung der Frakturen (Knochenbrüche)“, erklärt Dr. med. Ehrhardt Weiß, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Doch bei älteren Patienten bestehen häufig noch Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Herzschwäche, Diabetes, Demenz oder auch Einschränkungen der Nierenfunktion. Hier ist die lange Bettlägerigkeit nach einer Operation eine zusätzliche Belastung für die Betroffenen, die zu Folgeerkrankungen führen kann.“
Denn: Ältere Menschen bauen dann nicht nur körperlich schneller ab (beispielsweise durch schnelle Abnahme der Muskeltätigkeit, erhöhtes Thrombose- und Dekubitusrisiko), sondern sind aufgrund der ungewohnten Umgebung auch rascher gestresst. Diese zusätzliche Belastung ist für viele Patienten beängstigend und führt oftmals zu einem Delir (Verwirrtheitszustand).

Um die möglichen Begleiterkrankungen und gesundheitlichen Risikofaktoren rechtzeitig zu identifizieren und die Patienten nach einer OP schnellstmöglich zu mobilisieren, haben die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und die Klinik für Geriatrie und Frührehabilitation unter Leitung von Chefärztin Dr. med. Imke Köhler ihre Kompetenzen und Kräfte gebündelt und eine alterstraumatologische Station eröffnet. Hier werden Patienten nach einem ganzheitlichen, fachübergreifenden Behandlungskonzept betreut. Gewährleistet wird dies durch ein interdisziplinäres Team aus Unfallchirurgen, Geriatern, geriatrischen Fachpflegekräften, Ergo- und Physiotherapeuten sowie dem Sozialdienst.

„Durch das frühzeitige Einbinden der Altersmedizin erfolgt eine speziell auf die Bedürfnisse älterer Patienten ausgerichtete Therapie mit dem Ziel, die Betroffenen so schnell wie möglich wieder in ihr bisheriges soziales Umfeld zu integrieren. Der Patient wird neben der akutstationären Behandlung auch frührehabilitiert, um die Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Betroffenem zu erhalten oder wiederherzustellen“, erläutert  Dr. Köhler das Konzept der neuen Station. Welcher Patient für die geriatrische Komplexbehandlung in Frage kommt, wird nach festgelegten Kriterien wie Alter, Multimorbidität und Polypharmazie nach einem Screening festgelegt.

„Die Alterstraumatologie ist eine Kooperation von Akutmedizin und geriatrischer Komplexbehandlung. In unserer immer älter werdenden Gesellschaft ist diese gebündelte Fachexpertise zum Wohle des älteren Patienten eine notwendig gewordene Konsequenz“, fasst Geschäftsführer Marcel Koch die Gründe für die Neuetablierung zusammen. „Unsere Patienten profitieren von fachübergreifenden Visiten und gemeinsamen Teamkonferenzen und bei Bedarf einer nahtlosen Weiterbehandlung in der geriatrischen Frührehabilitation.“

 

HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr  als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.

 

In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

 

Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

 

HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.

 

Pressekontakt:

Katharina Kurzweg

Telefon:           + 49 3771 58-1811

Mobil:              +49 1525 4777 635

E-Mail:             katharina.kurzweg@helios-kliniken.de


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