Klinikgeschäftsführer berichtet über seine Ausbildung bei HELIOS

 

Stefan Starke hat seine Karriere bei HELIOS 2011 als Management Trainee begonnen. Heute ist der 27-jährige Klinikgeschäftsführer des HELIOS Klinikum Uelzen und berichtet uns, was seine Motivation für diesen beruflichen Weg sowie die größten Herausforderungen und Überraschungen im Trainee- und Assistentenprogramm waren.

Interview: Sarah Henning
Januar 2017

 

Herr Starke, Sie haben 2011 bei HELIOS das Traineeprogramm mit Schwerpunkt Management begonnen. Was hat Sie daran gereizt?

Mir hat es schon im Studium gefallen, generalistisch zu arbeiten und ich hatte mich damals genau über die Inhalte und Anforderungen des Programms informiert.  Mir wurde schnell klar, hier wird kein Tag wie der nächste. Gleichzeitig fand ich es sehr spannend, in zwei Jahren mehrere verschiedene Klinikstandorte mit ganz verschiedenen Mentoren und Regionen kennenzulernen.

An welchen Standorten in Deutschland waren Sie als Trainee bzw. anschließend als Assistent der Klinikgeschäftsführung?

Weil ich gebürtiger Dresdener bin, wurde mir der Einstieg mit dem ersten Einsatz in der damaligen HELIOS Klinik Borna sehr leicht gemacht. Anschließend kam ich dann nach Bochum in den Ruhrpott. Ich muss zugeben, meine ersten Eindrücke waren etwas gemischt, aber im Nachhinein war das meine lehrreichste und schönste Zeit, an die ich mich sehr gern zurück erinnere! Danach ging es noch weiter in den Westen -  an den Maximalversorger in Krefeld mit über 1.000 Betten. Zum krönenden Abschluss des Traineeprogramms durfte ich dann an die schöne Ostsee in die HELIOS Rehaklinik Ahrenshoop mit Blick auf den Strand. Mit dem Start des Assistentenprogramms blieb ich zwei Jahre am HELIOS Klinikum Schleswig. Dort standen mit einem sehr breiten Leistungsspektrum von der Somatik, über die Erwachsenen-, Kinder-und Jugendpsychiatrie sowie einem Neubauprojekt für knapp 80 Millionen Euro viele spannende Herausforderungen auf dem Programm.

Was war für Sie überraschend, womit hatten Sie gar nicht gerechnet?

Die Mentalität und Ehrlichkeit der Menschen im Ruhrgebiet, aber auch an den anderen Standorten. Das hat einem das Einleben und das Ankommen an den einzelnen Häusern wirklich erleichtert. Und eine Geburt einmal hautnah in der Hospitationsphase miterleben zu dürfen – das hat sich mir bis heute in das Gedächtnis gebrannt.


Wie war der Sprung vom Assistenten zum Klinikgeschäftsführer und was waren die größten Herausforderungen zu Beginn?

Der Sprung war einerseits gar nicht so hoch, weil ich in meinen letzten drei Monaten in Schleswig aufgrund eines kurzfristigen Geschäftsführerwechsels an der Seite des damaligen Regionalgeschäftsführers die Klinik leiten durfte und somit in einem relativ geschützten Setting in der ersten Reihe wichtige Erfahrungen sammeln konnte. Anderseits waren gerade die ersten  sechs Monate als Klinikgeschäftsführer sehr arbeitsreich und intensiv, da man sich sehr schnell einarbeiten muss. Viele Themen gehen noch nicht so schnell von der Hand, weil man noch keine Routine hat. Die größte Herausforderung zu Beginn war für mich, die Mitarbeiter davon zu  überzeugen, dass man auch mit 26 Jahren die Erfahrung und Fachkenntnisse  haben kann, um eine Klinik mit knapp 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgreich zu führen. Gleichzeitig stand die Klinik wegen Problemen mit der Sterilgutversorgung stark in der öffentlichen Kritik. Da war Krisenmanagement innerhalb sowie außerhalb der Klinik gefragt.

Eine letzte Frage, Herr Starke: Haben Sie einen Tipp für Bewerber des Assistentenprogramms/zukünftige Assistenten?

Das ist schwierig. Ich denke, es ist wichtig, dass man sich auf jeden Standort und dessen Besonderheiten einlässt, auch wenn man vielleicht Vorurteile hat. Nicht jede Klinik liegt in einer schönen großen Metropole, aber vielleicht macht gerade das den Reiz aus, Regionen auf der Landkarte kennenzulernen, die man nicht kennt. Und man sollte die Zeit als Assistent wertschätzen, weil man später nur noch ganz selten die Zeit hat, Themen so tief und breit selber zu erarbeiten!

Stefan Starke

seit Oktober 2015 Geschäftsführer des HELIOS Klinikums Uelzen



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