

Alle 2 Jahre findet im HELIOS Klinikum Erfurt die „Teddyklinik“ statt. Kinder im Vorschulalter können an diesem Tag ihre Teddys, Kuscheltiere und Puppen in der „Teddyklinik“ vorstellen sowie untersuchen und behandeln lassen. Dazu wird an alle Erfurter Kindergärten eine Einladung verschickt, mit ihren 5- bis 6-jährigen Kindern zur Teddy-Untersuchung zu kommen. Als „Teddy-Ärzte“ werden dann ca. 70-80 Medizin- und Pharmaziestudentinnen und -studenten der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig.
Am 17. Juni 2008 war es wieder soweit: Die „Teddyklinik“ wurde in Sanitätszelten auf dem Kinderspielplatz und der Wiese hinter dem Frau-Mutter-Kindzentrum aufgebaut. Erzieherinnen aus 20 Kindergärten hatten rund 650 Puppenmuttis und -vatis angemeldet. Für "schwierige" Fragen stand jederzeit auch ein Kinderarzt zur Verfügung, meint lächelnd Prof. Dr. Sauerbrey, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Auf seine Initiative hin öffnete 2004 erstmals die "Teddyklinik" im HELIOS Klinikum Erfurt ihre Türen.
Fotogalerie "Teddyklinik 2008"
Die „Teddyklinik“ möchte Kinder spielerisch mit Krankheit und Arztbesuch vertraut machen und helfen, Ängste vor ärztlicher Behandlung und Krankenhausaufenthalt abzubauen. Außerdem kann die „Teddyklinik“ dazu beitragen, Erfahrungen der Kinder mit Krankheit und Krankenhaus besser zu verarbeiten.

Behandlung von Autoimmunerkrankungen, onkologischen Erkrankungen, Diabetes sowie sehr kleiner Frühgeborener in der Pädiatrie mit Perinatalzentrum.
Rheumazentrum
umfassende Betreuung von Kindern mit Gelenkentzündungen, periodischem Fieber sowie anderen immunologisch bedingten chronischen Entzündungen
Kinderonkologisches Zentrum
Behandlung aller Arten von Tumor- und Leukämieerkrankungen des Kindesalters
Diabeteszentrum sowie Diagnostik und Therapie endokrinologischer Erkrankungen
derzeit Betreuung von etwa 200 Kindern mit Typ I Diabetes mellitus
Perinatalzentrum Level 1
größtes Behandlungszentrum für sehr kleine Frühgeborene in Thüringen, Durchführung hochspezialisierter Beatmungstechniken
Epilepsiezentrum
Behandlung aller Arten von Anfallsleiden des Kindesalters
Hämophiliezentrum
Behandlung von angeborenen und erworbenen Blutgerinnungsstörungen


Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des HELIOS Klinikum Erfurt ist neben der Kinderklinik Jena das leistungsstärkste überregionale Zentrum für Kinderheilkunde in Thüringen. Medizintechnisch hervorragend ausgestattet bietet die Erfurter Klinik das gesamte Spektrum zur Diagnose und Therapie von Erkrankungen von Früh- und Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen an. Ein hoch motiviertes Team von Ärztinnen, Ärzten, Schwestern und Pflegern behandelt hier jährlich fast 9.000 Patienten ambulant und stationär, die vorwiegend aus Thüringen, aber z.B. auch aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein kommen.



Für folgende Spezialgebiete liegen Ermächtigungen der Kassenärztlichen Vereinigung zur ambulanten Versorgung auf Überweisung des Kinder- und Jugendarztes vor:
Hämatologie/Onkologie/Immunologie
Prof. Dr. med. Sauerbrey
Tel.: 0361/781-3729
OA Dr. med. Lemmer
Tel.: 0361/781-3725
Diabetologie
OA Dr. med. Lemmer
Tel.: 0361/781-3725
Sonografie
OA Dr. med. Lemmer
Tel.: 0361/781-3728
Nephrologie
Frau Dr. Feilmeier-Schuh
Tel.: 0361/781-3729
Neuropädiatrie
OÄ Dr. med. Hintz
Tel.: 0361/781-3730



Die Neonatologische Intensivstation der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die gemeinsam mit der geburtshilflichen Abteilung der Klinik für Frauenheilkunde das Perinatalzentrum am Helios Klinikum Erfurt bildet, hat sich in den letzten Jahren durch die Vervollkommnung der Behandlungsabläufe, die Verbesserung der medizinisch-technischen Geräteausstattung und die aktive Einbeziehung der Eltern zu einer anerkannten Einrichtung in Thüringen entwickelt. Durch die konsequente Umsetzung des Konzepts der Sanften Pflege, durch die Einführung modernster Behandlungstechniken und durch die Elternarbeit sind die Bedingungen zum Heranwachsen extrem kleiner Frühgeborener deutlich gebessert worden.


Bei der Sanften Pflege werden alle Maßnahmen des Betreuungsprozesses dem Fühlen des Kindes untergeordnet. So werden Blutentnahmen reduziert und blutsparende Diagnostiksysteme eingesetzt. Sanfte Pflege heißt bequemes Lagern, Kuscheln und Körperkontakt zur Mutter (oder Ersatzmutter), Streicheln, Babymassage, leise Umgebung mit gedämpftem Licht und eine ausreichende Schmerzstillung bei notwendigen invasiven Maßnahmen. Hochfrequenzventilation ist eine Beatmungsform des Atemnotsyndroms, bei der Atemzugvolumina eingesetzt werden, die kleiner sind als der anatomische Totraum. Damit entfällt die ständige Dehnung des äußerst verletzlichen Lungengewebes von Frühgeborenen und das Risiko beatmungsbedingter chronischer Lungenschäden sinkt.



So konnte auf der Neonatologischen Intensivstation des Klinikums Erfurt die Rate bronchopulmonaler Dysplasien, die u.a. ein Kriterium der Neonatologischen Qualitätssicherung in Thüringen darstellt, auf unter 1% gesenkt werden. Elternarbeit beginnt damit, Eltern die Angst beim Besuch der Intensivstation zu nehmen und sie zu aktiver Mitarbeit anzuregen und zu befähigen. Mutter und Kind erleiden durch die Frühgeburt einen traumatischen Verlust voneinander, der nur durch häufigen Körperkontakt gemildert werden kann. Zugleich schulen Geruch, Sprache, Bewegungen und der Hautkontakt mit der Mutter die Sinne des Frühgeborenen und erzeugen ein Wohlgefühl, das zur Verbesserung physiologischer Parameter beiträgt, die man auch messen kann. Hauptaufgabe im neuen Jahrtausend ist es, die statomotorische und psychomentale Entwicklungsprognose extrem kleiner Frühgeborener zu verbessern. Nach Optimierung des Behandlungs- und Pflegeprozesses auf der Neonatologischen Intensivstation muß die Sicherung physiologischer Werte von Gausaustausch und Blutdruckregulation in der kritischen Phase um die Geburt erreicht werden. Die weitere interdisziplinäre Zusammenarbeit von Geburtshelfern, Anästhesisten und auf die Neonatologie spezialisierten Kinderärzten im Perinatalzentrum wird zur Lösung dieser anspruchsvollen Aufgabe beitragen.

Alle auffälligen Neu- und Frühgeborenen werden auf der Neonatologischen Intensivstation, die fachlich von Prof. Dr. med. Axel Sauerbrey, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, geleitet wird, betreut. Sowohl hinsichtlich der Zahl der Behandlungsplätze als auch der Zahl der behandelten Kinder nach ist die Neonatologische Intensivstation des Helios Klinikum Erfurt in Thüringen führend. Dies äußert sich z.B. darin, dass von den in Thüringen Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1.500g 40% hier auf der Neonatologischen Intensivstation betreut werden.
Das Still- und Aufenthaltszimmer für Eltern mit Kind auf der Neugeborenenwachstation wurde vom Förderverein für Früh- und Risikoneugeborene "Ronja e.V." eingerichtet.