Pressemitteilung vom 1. November 2007

Leben retten durch teleneurologische Kooperation beim Schlaganfall:
Berlin-Buch geht ans HELIOS NEURONET

  • Erste Hilfe über Videoverbindung
  • Innovative Schlaganfall-Versorgungskonzepte für Patienten in Berlin-Brandenburg

Berlin 1.11.2007 – Mit dem heutigen Tag ist das Klinikum Berlin-Buch als neurologisches Schlaganfallzentrum (Stroke Unit) an das teleneurologische Netzwerk HELIOS NEURONET angeschlossen. Über Videoschaltung können die Bucher Neurospezialisten damit nun Behandlungskonzepte für Schlaganfall-Patienten in Kliniken ohne eigene Stroke Unit im Team mit den Kollegen vor Ort einleiten.

Etwa 67.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an den Folgen eines Schlaganfalls. Damit ist dies nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen. Als erster deutscher Klinikkonzern startete HELIOS mit NEURONET ein bundesweites teleneuromedizinisches Netzwerk, das die rasche Einleitung einer Behandlungsoption für Schlaganfallpatienten über Videoverbindung ermöglicht: Zu jeder Tages- und Nachtzeit kann der Arzt in der Notaufnahme per Videoverbindung eine Neurologische Klinik mit überregionaler Stroke Unit (Kliniken Aue, Berlin-Buch, Erfurt, Wuppertal) konsultieren. Gemeinsam mit dem Kollegen vor Ort wird die Untersuchung des Patienten „online“ durchgeführt. Die Bilder des Patienten - Computertomographie oder MRT - werden über Videoschaltung besprochen, die Therapieoptionen bis hin zur Thrombolyse (medikamentöse Auflösung eines Blutgerinnsels im Gehirn) können abgestimmt und eingeleitet werden.

„Für die Patienten in den ländlichen Regionen Brandenburgs ergibt sich durch diese neuen technischen Möglichkeiten perspektivisch eine Verbesserung in der Schlaganfall-Versorgung“, so der Chefarzt der Klinik für Neurologie am HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Prof. Dr. med. Hans-Peter Vogel. Neben der teleneurologischen Vernetzung der HELIOS Kliniken können auch andere Kliniken an das NEURONET angebunden werden. „Bei NEURONET geht es um eine Ergänzung der bereits bestehenden Stroke Unit Versorgungskonzepte für Schlaganfallpatienten. Kliniken in ländlichen Regionen können so bei Eintreffen eines Schlaganfallpatienten eine frühe Kontaktaufnahme zu einem Stroke Unit-Zentrum herstellen, um bestimmte Optionen für neue Therapiemöglichkeiten zu prüfen. Das gesamte Versorgungsniveau im Bereich Schlaganfall wird so deutlich gehoben. Patienten verlieren keine wertvolle Zeit durch einen langen Krankentransport oder Unsicherheiten in der Einleitung der Behandlung“, so Prof. Vogel.

„Im Ernstfall zählt für den Schlaganfall-Patienten jede Minute. Je schneller in dem sehr engen Zeitfenster eine Therapieoption eingeleitet wird, desto größer sind seine Überlebens- und Heilungschancen. Diesem neuromedizinischen Handlungsbedarf werden wir mit NEURONET gerecht“, so der HELIOS NEURONET Projektleiter Dr. med. Guntram W. Ickenstein, Chefarzt der Klinik für Neurologie am HELIOS Klinikum Aue. HELIOS Geschäftsführer Dr. Francesco De Meo ergänzte: „NEURONET ermöglicht es Patienten auch in Kliniken ohne eigene Stroke Unit, von der hochspezialisierten neurologischen Fachkompetenz der Schlaganfallzentren zu profitieren und damit zeitnah eine Therapieoption zu erhalten“. Mit NEURONET baue HELIOS seine Position in hochmoderner Spitzenmedizin und Patientensicherheit aus, so De Meo. In Deutschland gibt es ein vergleichbares teleneurologisches Projekt bislang nur in Bayern, im Ausland nur in Frankreich und in den USA.

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 58 eigene Kliniken, darunter vier Maximalversorger in Erfurt, Berlin-Buch, Wuppertal und Schwerin. HELIOS ist damit einer der größten und medizinisch führenden Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung Europas. Die HELIOS Gruppe verfügt über Kompetenz in allen medizinischen Bereichen und Versorgungsstufen. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.

HELIOS versorgt in seinen Kliniken stationär jährlich rund 460.000 Patienten und verfügt insgesamt über 15.800 Betten. Aktuell beschäftigt das Klinikunternehmen 27.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden EUR. Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehört auch die Wittgensteiner Kliniken GmbH, ein führender Anbieter für Rehabilitationsmedizin in Deutschland. Mehrheitsgesellschafter der HELIOS Kliniken GmbH und der Wittgensteiner Kliniken GmbH ist die Fresenius ProServe GmbH, ein Unternehmen des Gesundheitskonzerns Fresenius SE.

Pressekontakt:
Constanze von der Schulenburg
Telefon: +49 30 521 321 – 522
Mobil: +49 152 020 46 183

E-Mail



Über uns